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Stadtbach

Woher kommt der Stadtbach?

Tettnang / Lesedauer: 2 min

Zeitreise in die Vergangenheit: Sechstklässler bei Stadtrallye und im Montfort-Museum auf historischen Spuren
Veröffentlicht:30.07.2015, 18:09

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Das Interesse der Schuljugend an der Geschichte und Heimatkunde zu wecken und sie dafür zu begeistern, ist ein Anliegen des Förderkreises Heimatkunde. Aus diesem Grund hat sich der Verein in diesem Jahr zum dritten Mal bei den Projekttagen des Montfort-Gymnasiums engagiert. An zwei Vormittagen galt es, diesmal den Sechstklässlern die Heimatgeschichte schmackhaft zu machen.

Als „Vorspeise“ servierte Barbara Schupp in der Geschäftsstelle des Förderkreises im ehemaligen Forsthaus Alltagsgegenstände von früher, die es heute so nicht mehr gibt. Im Dialog wurden Sinn und Zweck von beispielsweise Geschenkbesteck, Feldpostkarten und einem „Hutform-Halter“ erarbeitet. Dann schickten die beiden Lehrkräfte Margret Arnold und Cornelia Stehle die Schüler paarweise zur historischen Stadtrallye. Vierzehn Anlaufstellen in der Kernstadt hatte der Förderkreis ausgesucht und dazu Fragen mit auf den Weg gegeben, bei denen die richtige aus vier Antworten erkundet werden musste. Im Neuen Schloss und Rathaus, in der Storchenstraße und am Bärenplatz sah man eifrige Mädchen und Jungen mit Fragebögen, Stadtplänen und Kameras, die die Rätsel mit Bravour lösten.

In der Loretokapelle erläuterte Gisbert Hoffmann anschließend deren Geschichte. Die Erkundung des renovierten Dachstuhls erwies sich als besonders attraktiv. Glück hatte Luca Mohr, die als jüngste mit ihrer Freundin die Glocke aus dem Jahr 1788 mittels Strang anschlagen durfte.

Interesse am „Gedächtnis der Stadt“

Eine Zeitreise in die Vergangenheit erlebte die Gruppe am zweiten Vormittag im Montfort-Museum im Torschloss. Stadtarchivarin Angelika Barth führte durch alle Räume, wusste interessante Geschichten und Details zu den Exponaten und fand aufmerksame Zuhörer, als sie das Richtschwert, die Feuerlöscheimer oder die Stadtmodelle erläuterte. Ihre Arbeit als Archivarin im „Gedächtnis der Stadt“ war für die Schüler neu und spannend zugleich, und als sie die alten Originalurkunden der Montfortgrafen mit ihren Siegeln entfaltete, klickten alle Kameras der durchschnittlich zwölfjährigen Schüler. Auch der Besuch in der angebauten Heilig-Kreuz-Kapelle, die schon als Gefängnis, öffentliche Toilette und erweiterte Wurstküche gedient hatte, wurde mit Interesse aufgenommen.

Im Gymnasium mussten die jungen Geschichtsforscher dann am letzten Schultag – wie für alle Projekte gefordert – eine Stellwand mit Bildern und Texten von dem Erlebten und Erlernten gestalten. Das Ergebnis der Arbeit wurde Eltern, Lehrern und Mitschülern beim abschließenden Schulfest präsentiert.