Unfall

Unfall mit 17-Jährigem bei Tettnang macht Eltern fassungslos: Schilderung auf Facebook geht viral

Siggenweiler / Lesedauer: 2 min

Der Unfall hatte sich am Freitag, gegen 22.20 Uhr auf der Hopfensteige ereignet. Dabei wurde der Teenager verletzt, sein Motorrad zerstört. Was die Eltern wütend macht, sind die Umstände des Unfalls.
Veröffentlicht:31.07.2022, 10:23
Aktualisiert:04.08.2022, 18:39

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Es ist ein Albtraum für jeden Verkehrsteilnehmer zu nächtlicher Stunde: andere Verkehrsteilnehmer, die ohne Licht unterwegs sind. In Siggenweiler bei Tettnang hat das nun zu einem Unfall geführt. Die Eltern des jungen Opfers wenden sich mit einem Facebook-Aufruf an die Öffentlichkeit. Ihre Worte machen fassungslos.

Wie die Polizei berichtet, war es am Freitagabend gegen 22:20 Uhr auf der Hopfensteige zwischen Brünnensweiler und Siggenweiler zu dem folgenschweren Unfall gekommen.

Motorradfahrer muss ausweichen und stürzt in Drahtseil

Dabei war einem 17-jährigen Motorradfahrer ein Auto ohne Licht auf der Gegenfahrbahn entgegengekommen. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, musste der Motorradfahrer ausweichen und kam dabei von der Fahrbahn ab.

Dabei verletzte sich der 17-Jährige leicht am Drahtseil einer Hopfenplantage, wie es im Polizeibericht heißt . Auf Facebook sprechen die Eltern von einem "offenen Schlüsselbeinbruch" sowie "unzähligen Prellungen".

Die Schutzkleidung hätte Schlimmeres verhindert, so die Eltern. Der Teenager wurde mit dem Krankenwagen in eine Klinik gefahren.

Eltern zeigen sich auf Facebook fassungslos

Was die Eltern auf die Palme treibt, ist nicht nur der Umstand, dass der Autofahrer ohne Licht unterwegs war. Er beging auch noch Fahrerflucht und ließ seinen verletzten Sohn am Straßenrand zurück.

Die Polizei bestätigt dies in ihrer Meldung und sucht nun Zeugen, die unter der Telefonnummer 07541 7010 beim Polizeirevier Friedrichshafen Hinweise zu dem flüchtigen Autofahrer machen können.

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Zudem machen die Eltern den Fahrern von "drei unbekannten Fahrzeugen" schwere Vorwürfe, sie seien "an der Unfallstelle einfach vorbeigefahren, ohne dem Burschen zu helfen".

Sein Sohn hätte sich sein 125er-Motorrad hart erarbeitet und selbst erspart. Nun bleibe er auf dem Schaden sitzen, den die Polizei in ihrer Mitteilung auf rund 4.000 Euro schätzt.

Facebook-Post über 200 Mal geteilt

Mit seinem Facebook-Post verbinden die Eltern die Hoffnung, dass er von beteiligten Personen gelesen wird, bei denen sich daraufhin das schlechte Gewissen regen könnte oder dass sich Zeugen bei der Polizei melden. Der Post wurde in noch nicht einmal 24 Stunden über 200 Mal geteilt, zudem gab es zahlreiche Genesungswünsche für den Sohn.

Schwäbische.de wird weiter über diesen Fall berichten, sobald es Aktualitäten und neue Details gibt.