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Tettnanger stirbt bei Autounfall mit Tesla im Tessin

Tettnang / Lesedauer: 2 min

Tettnanger stirbt bei Autounfall mit Tesla im Tessin
Veröffentlicht:14.05.2018, 18:14

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Ein 48-jähriger Mann aus Tettnang ist am vergangenen Donnerstag bei einem Autounfall mit einem Tesla im schweizerischen Kanton Tessin ums Leben gekommen. Laut Tessiner Kantonspolizei und dem italienischen Sender RSI war das Auto vor dem Nordportal des Monte-Ceneri-Tunnels auf der Schweizer Autobahn A2 zunächst mit der Leitplanke kollidiert, hatte sich anschließend überschlagen und dann Feuer gefangen. Der Fahrer starb beim Unfall.

Die Feuerwehr von Bellinzona teilte auf Facebook mit, dass die Lithium-Ionen-Batterien des Elektroautos Tesla für den schnellen Brand verantwortlich gewesen sein könnten. Durch den Zusammenstoß habe es ein sogenanntes thermisches Durchgehen („thermal runaway“) der Batterien gegeben. Hierbei wird die Energie der Elektrobatterien plötzlich freigesetzt und es kommt zur Explosion.

Laut der Tageszeitung „Corriere del Ticino“ war das Auto mit hoher Geschwindigkeit unterwegs. Nahe der Unfallstelle befinde sich eine Baustelle. Tesla habe geäußert, dass das Unternehmen den Behörden zur Verfügung stehe, um den Unfallhergang aufzuklären. Dies betreffe vor allem die Frage, ob der Autopilot während des Unfalls angeschaltet war.

Ein Redakteur der „ Schwäbischen Zeitung “, der zufällig am Unfallort unterwegs war, berichtet davon, dass die Einsatzkräfte nur sehr langsam zur Unfallstelle vordringen konnten, da die Autofahrer keine Rettungsgasse bildeten. Auch Sichtschutzwände habe es keine gegeben.

Das Feuer sei nach Angaben der Tageszeitung „Corriere del Ticino“ so heiß gewesen, dass die Feuerwehr den Brand nicht habe löschen können. Der Redakteur der „Schwäbischen Zeitung“ berichtet, dass es keine Löschversuche durch die Feuerwehr gegeben habe, als das Fahrzeug in Vollbrand stand. Der Autobauer Tesla widerspricht dieser Aussage mit Hinweis auf offizielle Stellungnahmen von Feuerwehr und Polizei.

Anmerkung der Redaktion: Der Artikel wurde um die Angaben des Redakteurs der „Schwäbischen Zeitung“ und der Tesla-Stellungnahme ergänzt.