Landschaftstreffen Tettnang

Tettnanger Geschäftsleute schmücken fürs Landschaftstreffen

Tettnang / Lesedauer: 3 min

Von alten Fasnets-Fahnen bis hin zu Papp-Gätterlets: In den Schaufenstern steckt auch einiges an Familiengeschichte. Wie der Verein Tettnang erleben unterstützt.
Veröffentlicht:24.01.2023, 17:00
Aktualisiert:24.01.2023, 01:00

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In Tettnangs Innenstadt sind bereits viele Schaufenster fasnetlich geschmückt. Der Umzugsweg ist damit also auch aus Sicht der Geschäfte dekoriert.

Der Verein Tettnang erleben koordiniert das Ganze mit seinen Mitgliedern, die ein Sponsoringpaket erhalten können. „Das ist doch sehr schön. Der Schmuck fällt auf, wenn man durch die Straßen geht“, sagt Vereins-Marketingmanagerin Ann Bauer.

Bei den Raumausstattern Bertele & Fehrenbach in der Karlsstraße etwa hängt nicht nur eine alte Fasnets-Fahne mit „hooriger Katz“ auf der Rückseite, auch sonst wird engagiert dekoriert.

„Die Fasnet, das ist für uns auch Wertschätzung der Tradition“, erklärt Ulrike Fehrenbach - und schleppt eine Schaufensterpuppe aus dem Lager. „Da kommt eine Ur-Uralt Maske drauf – und ein älteres original handgemaltes Hopfennarr-Häs.“

Durch Familie schon früh mit Fasnet angesteckt

Ihre Schwester Renate Simmeth berichtet: „Wir sind zwar nicht in der Zunft – aber durch die Familie schon früh mit der Narrenbegeisterung der Großtante angesteckt. Deswegen mache man auch gerne beim Landschaftstreffen-Sponsoring mit.“

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Die Schwestern verweisen auch auf die besondere Lage des Geschäfts- und Wohnhauses in der Karlstraße und freuen sich schon auf die Umzüge, zu denen sie wieder, wie jedes Jahr, reichlich Familie und Freunde als „Fenstergäste“ zu den Umzügen erwarten.

Als das Ensemble gerade draußen zum Foto aufgestellt wird, kommt eine Kindergartengruppe vorbei, die erst staunen, um dann in ein „Montfort Jehu!“ einzustimmen.

Schon seit Jugend Hopfennärrin

Auch Carl-Josef „Cajo“ Fink hat die Fenster seines Friseursalons geschmückt. „Da sind wir immer besonders gerne dabei“, sagt er. Obwohl er nach dem Fasnetssamstag mit einem großen Umbau anfängt und bis März das Geschäft geschlossen bleibt. Für die Übergangszeit könne man sich beim Salon „City-Friseur“ Termine buchen.

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Der Tettnanger Hopfennarr war 2017 beim Landschaftstreffen in Markdorf unterwegs. (Foto: Felix Kästle)

Beim Schuhhaus Jung hat Elisabeth Aich die Schaufenster reichlich und mit den verschiedenen Masken und Häsern der Narrenzunft dekoriert. Aich findet solche Aktionen mit Heimatbezug immer besonders gut.

Sie selbst ist seit der Jugend als Hopfennärrin aktiv. Und bei der Kombination Landschaftstreffen und Fasnet im Ort ist für sie klar: „Da bin ich bei Dekoration und Sponsoring ebenso wie beim Mitmachen natürlich gerne mit dabei.“

Auch handgemalte Motive im Schaufenster

Fotograf Lars Lehmann in der Schlossstraße hat auch ein Fenster geschmückt. Er kommt ursprünglich aus der Niederlausitz, wo man so etwas eher weniger kennt.

Aber schließlich beteilige er sich als mittlerweile Tettnanger gerne, ist zu erfahren, daher auch mit Deko und Sponsoring. Mitmachen und zuschauen will er am Sonntag und sagt: „Besonders auf die bunten Eindrücke beim Umzug freue ich mich schon.“

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Zum Fototermin, noch ohne Gätterlet-Maske und -Häs, die sie sonst trägt, hat sich Miriam Eberhardt von der Schlossapotheke vor ihr buntes Fasnetsschaufenster gestellt. Sie pflegt langjährige Fasnetsbegeisterung und hat ihre Apothekenfenster sogar mit handgemalten Fasnetsmotiven geschmückt. „Da bin ich gerne dabei“, sagt die Narrenzünftlerin.

Tettnang erleben freut sich über Beteiligung

Ann Bauer freut sich über die breite Beteiligung der Händler in Tettnangs Innenstadt: „Das soll jetzt einfach ein Auftakt sein.“ Sie findet die Diskussionskultur bei Aktionen gut, die sich mittlerweile im Verein eingespielt hat.

„Das ist inzwischen viel lockerer als ganz am Anfang. Die Themen stehen im Mittelpunkt, und niemand scheut sich, die Meinung zu sagen.“ Das komme gut an.