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Premiere von „hoplove“ erntet im KiTT Standing Ovations

Tettnang / Lesedauer: 3 min

Reise durchs Tettnanger Hopfenjahr: Filmteam um Sebastian Bauer mit Wurzeln in Stadt und Land. Gänsehautmoment dank Julia Frisch.
Veröffentlicht:28.09.2023, 08:00

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Genau acht Minuten und 34 Sekunden dauert im Film „hoplove“ die Reise durch ein gesamtes Tettnanger Hopfenjahr. Das Werk von Filmemacher Sebastian Bauer und seinem sechsköpfigen Team ist jetzt schon für internationale Filmpreise nominiert worden.

Zur Premiere im KITT waren aus dem süddeutschen Raum rund 100 geladene Gäste gekommen, die alle mit dem „grünen Gold“ verbunden sind. Eingeladen hatte der Hopfenpflanzerverband Tettnang.

Filmteam beantwortet Fragen

Als dessen Geschäftsführer hieß Jürgen Weishaupt die zahlreichen Gäste aus Film, Hopfenhandel, -anbau, -verarbeitung und Verband willkommen. Er freute sich, dass auch Tettnangs Bürgermeisterin Regine Rist und ihr Mann an dem Abend gekommen waren. Ebenfalls mit von der Partie waren die amtierenden Hopfenhoheiten Anja Müller, Carolin Steuer und Hannah Wagner.

Das Filmteam hatte sich unter die Gäste gemischt und stand für Fragen zur Verfügung.

Bevor die Gäste „hoplove“ zu sehen bekamen, gab es von Jürgen Weishaupt einen Rückblick, der im Jahr 2019 mit Erinnerungen an das beste Erntejahr und mit Impressionen der Feiern vom 175-Jahr-Jubiläum des Tettnanger Hopfens begann.

Von Hopfenwandertag bis Hopfenveredelung

2020 bremste die Corona-Pandemie den beliebten Hopfenwandertag aus. Die Hopfenhoheiten hatten die Idee, einen virtuellen Wandertag durch die Bierdörfer zu veranstalteten -- was gut ankam.

Bei der „Oskar-Preisverleihung“ des deutschen Hopfenbaus im Jahr 2021 habe Tettnang „bescheiden gesagt, nicht schlecht abgeschnitten“. Der Hopfenwandertag live 2022 sei dann wieder ein Riesenerfolg gewesen.

Die Besichtigung des größten Werks der Hopfenveredelung in St. Johann (Wolnzach) war ebenfalls ein beeindruckendes Erlebnis.

Kameras richten sich auf Julia Frisch

Als Hauptdarstellerin und Violinistin Julia Frisch mit ihrer Geige auf der Bühne zu spielen begann, wurde es still im KiTT-Saal, und die Handy-Kameras wurden aktiviert, weil viele ein Foto der talentierten und anmutigen Geigerin erhaschen wollten. Julia Frisch ist in Tettnang geboren und studiert in Freiburg Musik.

Der Komponist kommt aus Meckenbeuren

Matthias Schilling, der die Filmmelodie komponiert hat, stammt aus Meckenbeuren und ist als Musikproduzent in Berlin tätig. Er produziert Pop und elektronische Musik. Für Julia Frischs Geigenpart hat er einen Bekannten aus England mit ins Boot geholt.

Ein Filmproduzent aus Obereisenbach

Filmproduzent Sebastian Bauer stammt aus Obereisenbach und lebt ebenfalls in Berlin. Er wurde von Jürgen Weishaupt angefragt, ob er einen Imagefilm für den Tettnanger Hopfen produzieren könnte, so wie das in den USA für die Hopfenregionen gehandhabt wird.

„Es habe dann ,mach mal’ geheißen und ist gut geworden“, befand Sebastian Bauer. Julia Frisch sei durch ein Chormitglied ihrer Mutter, die einen A-cappella-Chor in Tettnang leitet, dazugekommen. Es habe einfach alles gepasst. Man habe sich bestens verstanden und sei locker an die Sache herangegangen, „obwohl der Zeitdruck immens gewesen sei“.

Vorfreude auf den Hopfenball am 21. Oktober

Nachdem „hoplove“, die mit Spannung erwartete Liebeserklärung für den Tettnanger Hopfen zu Ende war, gab es Standing ovations für das Filmteam.

Für die Öffentlichkeit wird der Film am 21. Oktober beim Hopfenball zu sehen sein.

„Unerschöpfliche Kreativität“ tags wie nachts

Zum Abschluss wurde das Filmteam gefragt, wie es sich dabei fühle, in der Heimatstadt Tettnang vor einem so großen Publikum zu stehen. „Es ist einfach geil, das in dem Ort zu erleben, an dem wir in die Schule gegangen sind“, hieß es.

Jürgen Weishaupt lobte die Zusammenarbeit mit dem jungen Team und dankte Sebastian Bauer für seine unerschöpfliche Kreativität zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Der Wunsch bei all dem war, „dass der Tettnanger Hopfen durch diesen Film noch bekannter wird und viele neue Interessenten findet“.