Hopfenernte

Hopfenernte in Tettnang bleibt wohl unter der Schätzung

Tettnang / Lesedauer: 2 min

Hopfenernte in Tettnang bleibt wohl unter der Schätzung
Veröffentlicht:31.10.2018, 18:55
Aktualisiert:10.07.2019, 07:15

Von:
Artikel teilen:

Die Ernteschätzung Ende August belief sich im Anbaugebiet Tettnang auf 43 900 Zentner (2195 Tonnen). Die Hopfenerntemenge wird allerdings wohl leicht darunter liegen: Bis jetzt sind etwa 41 367 Zentner (2068,35 Tonnen) Hopfen abgewogen worden. Das hat der Verband Deutscher Hopfenpflanzer mitgeteilt. Die Zertifizierungsfrist endet am Donnerstag, 15. November. Erst dann werden die finalen Zahlen feststehen.

Allzu viel Menge werde nicht mehr dazukommen, erwiderte Jürgen Weishaupt vom Hopfenpflanzerverband Tettnang auf Nachfrage der Schwäbischen Zeitung. Auffällig ist laut Weishaupt, dass die Hochalphasorten in Tettnang im Vergleich zu den feinen Landsorten erheblich schlechter abgeschnitten hätten: „Bisher war man von einer umgekehrten Verhaltensweise bei Trockenheit und Hitze ausgegangen.“

Laut den vorläufigen Zahlen liegt die Erntemenge der Landsorte Tettnanger derzeit mit etwa 17 886 Zentnern leicht über der Schätzmenge (17 810 Zentner). Gleiches gilt auch für die Sorte Hallertauer Mittelfrüh, mit einer Erntemenge von etwa 3551 Zentnern (Schätzung: 3407 Zentner).

Bei der Alphasorte Herkules, der zweitgrößten im Anbaugebiet Tettnang gibt es laut der vorläufigen Zahl des Verbands Deutscher Hopfenpflanzer nach aktuellem Stand einen Fehlbetrag von 1279 Zentnern. Abgewogen wurden hier bisher 11 128 Zentner, die Schätzung belief sich hier auf 12 407 Zentner. Bei der Sorte Perle liegt die Erntemenge mit 1742 Zentner fast 25 Prozent unter der Schätzung (2309 Zentner).

Die Alphawerte, also die Inhaltsstoffe, seien „stark unterdurchschnittlich“ und lägen in der Regel 20 bis 30 Prozent unter dem Zehn-Jahres-Durchschnitt, so Jürgen Weishaupt. Er verweist aber darauf, dass es Unterschiede zwischen den Sorten gebe. So weiche die Sorte Hallertauer Mittelfrüh mit minus zehn Prozent am wenigsten ab, die Sorte Smaragd hingegen um minus 50 Prozent.

Planungssicherheit gibt es dennoch auch weiterhin für viele Hopfenpflanzer. Weishaupt: „Seitens des Hopfenhandels gibt es aktuell für diverse Sorten Vorkontraktangebote, die bis 2029 reichen.“