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„Erhalt durch Nutzung“ ist die Devise

Tettnang / Lesedauer: 1 min

„Erhalt durch Nutzung“ ist die Devise
Veröffentlicht:31.05.2011, 10:45
Aktualisiert:25.10.2019, 18:00

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„Erhalt durch Nutzung“: Dieses Motto hörten die fünfzig Teilnehmer des Förderkreis-Heimatkunde-Tettnang aus dem Mund von Baron Bruno Werner von Kreit, als es um die erdrückende Last für den Erhalt des Ritterguts Mosisgreut ging. Die aus dem Mittelalter stammende Anlage stand kurz vor dem endgültigen Verfall.

Werner von Kreit nahm sich dem ihm zugefallenen Erbe mit großem Mut und Engagement an. Dieses aber zu stemmen, so sagte er, sei nicht nur ein schmaler Grad auf dem man sich bewegt – nein, es gleicht eher einem Ritt auf einer Rasierklinge. Bis 1805, als noch acht Lehenshöfe zum Gut gehörten, war vieles wohl einfacher. Als die Höfe danach ihre Selbständigkeit erhielten, musste der Besitzer des Rittergutes sich selber um die Versorgung kümmern. Aus dieser Zeit (1850) stammt der große Stall. Er ist aus Vorarlberger Granit erbaut, was auf eine damalige erhebliche Wirtschaftskraft schließen lässt. Die Bauausführung ist einzigartig in unserer Gegend. Neben Granit verbaute man auch Tuff und Ziegel. Dem wuchtig wirkenden Granit wurde mit den beiden anderen Materialien optisch die Schwere genommen. Anordnung und Formgebung der Steine wirken durchaus wie Schmuckelemente an diesem „Stall“. Der Stall sei nur exemplarisch angesprochen - über jedes Gebäude ließe sich umfangreiches berichten.

Für Baron Werner von Kreit ist es wichtig eine langfristige Nutzung auf dem Areal zu haben welche hilft, die große Anlage zu erhalten. Ein bekannter Demeter-Hof hat hier eine Bleibe gefunden und versorgt von Mosisgreut aus viele Märkte in Oberschwaben und Vorarlberg.