Elektronikmuseum

Elektronikmuseum freut sich über starken Zulauf

Tettnang / Lesedauer: 2 min

Stand auf der Maker Faire in Friedrichshafen kommt bei den Messebesuchern sehr gut an
Veröffentlicht:30.06.2016, 17:59
Aktualisiert:23.10.2019, 14:00

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Enormen Zuspruch hat es auf der Bastler- und Tüftlermesse Maker Faire in Friedrichshafen für den Stand des Elektronikmuseums Tettnang gegeben. Dort konnten junge Messebesucher aus einfachsten Bauteilen eine elektronische Orgel zusammenbauen.

Das ehrenamtliche Personal hatte alle Hände voll zu tun, die Kinder erst Reißnägel in ein Holzbrettchen schlagen zu lassen und sie dann mit Widerständen, Kondensatoren und Transistoren zu versorgen. Diese löteten die Kinder zur Orgel zusammen, die mit einem Spielstift aus Kupfernagel und Bambusstückchen gespielt wird. Die Orgel kam so gut beim Publikum an, dass das Material dafür bereits am ersten Tag verbaut war.

So wurde am zweiten Messetag als Alternative ebenfalls auf Reißnägeln ein „Heißer Draht“ gelötet, ein beliebtes Geschicklichkeitsspiel, bei dem es darum geht, mit einer Öse über einen Draht zu fahren, ohne diesen zu berühren. Das schöne an diesen Reißnagelschaltungen sei, dass stets die komplette Schaltung sichtbar sei, und vor allem, dass man etwas Elektronisches mit einfachsten Teilen selber machen könne, heißt es im Bericht des Elektronikmuseums.

Theremin erregt Aufmerksamkeit

Am Tisch nebenan durften die Besucher sich künstlerisch betätigen und aus Elektronikteilen Schmuck, Figürchen oder was auch immer löten. Aufmerksamkeit erregte der Stand des Elektronikmuseums bisweilen auch akustisch. „Wuuuoooöööiiii“ hörte man es durch die Messehalle tönen. Verursacher der ungewohnten Klänge war ein Theremin, ein elektronisches Musikinstrument, das ohne Berührung gespielt wird. Alfred Hitchcock verwandte in seinen Filmen gerne ein Theremin, um gruselige oder auch sphärische Geräusche zu erzeugen. Den Messebesuchern machte das Instrument sicht- und hörbar Spaß.

Nebenan stand ein Gerät mit Kabeln dran, ein analoger Synthesizer, der in den 1980er Jahren als Bausatz angeboten wurde. Es kam sogar einer der Entwickler dieses Instrumentes an den Messestand, nachdem er seinen charakteristischen Klang gehört hatte. Ein Publikumsliebling war die aus in Tettnang hergestellten Laserlichtschranken aufgebaute Harfe, die im Rahmen eines Schülerprojektes im Elektronikmuseum gebaut wurde. Dass mit den Instrumenten nach Lust und Laune gespielt werden durfte, kam bei Jung und Alt sehr gut an. Einige Besucher waren so fasziniert, dass sie immer wieder an den Stand kamen. So oft wie an diesem Wochenende haben Museumsleiter Rainer Specker und seine 15 Helfer selten „Alle meine Entchen“ gehört.

„Es freut mich außerordentlich, und ich bin sehr dankbar dafür, dass hier so viele Leute aktiv und mit voller Begeisterung helfen“, sagte Specker. Dass an beiden Tagen zum Messeschluss noch Besucher am Stand waren, denen man regelrecht den Stecker ziehen musste, spricht für sich. Das Elektronikmuseum möchte nächstes Jahr auf jeden Fall wieder vor Ort sein.