Tafelladen

Der Tafelladen ist eine wichtige Einrichtung

Tettnang / Lesedauer: 2 min

Der Tafelladen ist eine wichtige Einrichtung
Veröffentlicht:29.08.2009, 14:05
Aktualisiert:26.10.2019, 09:00

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Nachdem sie vor sieben Jahren in die Montfortstadt zog und nicht mehr als Erzieherin tätig war, engagierte sie sich in der freien Zeit bei der Betreuung älterer Menschen, unterstützte beim Einkaufen und machte regelmäßige Besuche zum Vorlesen und Reden.

Als vor drei Jahren die Tettnanger Tafel gegründet wurde, war Helene Schleder von Anfang an dabei. Mittlerweile ist sie als Teamleiterin einer der vier Teams, in denen die 58 Mitglieder der Tafel organisiert sind, aktiv. Jeden Dienstag und auch an vielen Freitagen ist sie dort aktiv und springt auch häufig spontan ein. Die rund um den Tafelbetrieb zu verrichtenden Arbeiten gehen über den von der Öffentlichkeit wahrgenommenen Verkauf in den Öffnungszeiten weit hinaus: Die Ware muss organisiert, transportiert und hergerichtet werden, der Verkauf muss vorbereitet sein. Besonders wichtig sei es dabei, eine positive Stimmung zu schaffen, wie sie in anderen Geschäften auch vorherrscht.

Nach ihrer Motivation befragt, antwortet Helene Schleder, dass das Feedback der Besucher für sie ausschlaggebend sei. Viele der 240 Besucher mit dem Berechtigungsausweis sagten immer wieder, wie froh sie seien, dass es den Tafelladen gebe und dass man dort beim Einkauf auch auf verständnisvolle Gesprächspartner treffen würde. Zudem macht ihr die Zusammenarbeit und der Umgang mit den Kollegen im Tafelladen viel Freude, da das ganze Tafelladen-Team einen tollen Kontakt pflegt und sich auch nach der Arbeit häufiger spontan trifft. So spricht sie auch immer wieder Bekannte an, um diese zum Mitmachen zu ermutigen: Denn, je mehr sich beteiligten, umso kleiner würde der Aufwand für den Einzelnen werden.

Negativ zu erleben sei allenfalls das fehlende Bewusstsein in der Gesellschaft, wie leicht man in die Lage kommen könne, auf den Tafelladen angewiesen zu sein. Und gerade in der derzeitigen Krise sei absehbar, dass durch Jobverlust, Scheidung oder weitere Ereignisse die Zahl derer zunehmen wird, für die der Tafelladen eine segensreiche Einrichtung ist. Auch wäre es schön, wenn sich noch mehr Geschäfte zu den Unterstützern der Tettnanger Tafel gesellen würden. Wenn sie etwas an der Gesellschaft ändern könnte? Helene Schleder würde alle mit etwas mehr Hilfsbereitschaft ausstatten und mit dem Bewusstsein, wie gut es doch den meisten von uns geht. Und dann würde es auch irgendwann nicht mehr so weit kommen, dass Einrichtungen wie der Tafelladen zur Sicherung des Lebensunterhalts für einige unabdingbar sind.