Medienwelt

Authentisch: Taff-Moderatorin bleibt bodenständig

Tettnang / Lesedauer: 2 min

Authentisch: Taff-Moderatorin bleibt bodenständig
Veröffentlicht:30.05.2011, 18:35
Aktualisiert:25.10.2019, 18:00

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Nela Panghy Lee hat geschafft, wovon viele träumen: Als Moderatorin des Lifestyle-Magazins „Taff“ macht sie Karriere beim Fernsehsender Pro 7. Dass sie damit jedoch eine Ausnahme darstellt, ist ihr durchaus bewusst. Den Neuntklässlern der Realschule in Tettnang macht sie klar, dass auch in der schillernden Medienwelt nicht alles Gold ist, was glänzt. „Bis ich da ankam, wo ich heute stehe, war es ein langer und harter Weg.“, berichtet sie. Die Schüler stehen im Moment vor der Frage, wie es nach der Schule beruflich weitergehen soll. Um das rauszufinden, absolvieren sie ein Betriebspraktikum und eine von ihnen hatte bei der Moderatorin angefragt, ob dies bei ihr möglich sei. Hierfür musste Nela Panghy Lee zwar absagen, doch bot sie an, die Schule zu besuchen und in einer Fragerunde über ihren Beruf zu sprechen.

Den sonst so munteren Schülern merkt man an, dass sie nicht so genau wissen, wie sie mit der zierlichen Frau umgehen sollen, die sie eigentlich nur aus dem Fernsehen kennen. Nur ganz zögerlich kommen Fragen. Doch ganz gespannt lauschen die Jugendlichen dann, was Nela Panghy Lee über den Arbeitsalltag und ihre Fernsehkarriere berichtet. Angefangen hat sie 2004 bei Viva, danach folgten unter anderem Nickelodeon sowie Backstage-Interviews für Wetten Dass..?. Als sie von einem Interview mit Robbie Williams berichtet und von den Kleidern, die sie nach den Moderationen behalten darf, bekommen insbesondere die Schülerinnen große Augen. Doch der Moderatorin ist es wichtig, den Jugendlichen klar zu machen, dass es auch eine Schattenseite gibt: Die Medienbranche sei ein hartes Business und man müsse oft die Ellenbogen ausfahren und egoistisch sein.

Dennoch macht der 31-Jährigen ihr Beruf Spaß. Sie erklärt: „Es ist zwar wichtig, dass man die Spielregeln der Medienwelt kennt, aber ich habe immer versucht authentisch zu wirken und mir selber treu zu bleiben.“ Authentisch wirkt sie auf jeden Fall, wie sie gemeinsam mit ihrem Freund im Klassenzimmer sitzt und mit den Schülern über Berufsträume, Praktika, Familienpläne und ein explodierendes Kleiderzimmer plaudert.