Sonderführung

Sonderführung erzählt die Geschichte der klösterlichen Gartenkultur

Salem / Lesedauer: 2 min

Rundgang veranschaulicht den Wandel der Klostergärten
Veröffentlicht:28.04.2017, 19:11
Aktualisiert:23.10.2019, 06:00

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Eine Sonderführung am Sonntag, 30. April, ab 11 Uhr, erzählt die Geschichte der klösterlichen Gartenkultur in Salem. Referentin Agnes Lebrenz bringt den Besuchern bei der Führung „Der Abbtey Lust-, Baum- und Kuchelgarten – Salemer Gärten im Wandel der Zeit“ die Gartenkultur innerhalb der Klostermauern näher.

Der Garten als verloren gegangenes Paradies oder als Sinnbild für die jungfräuliche Gottesmutter? Klöster seien seit dem Mittelalter die Bewahrer der Gartenkultur in Europa, heißt es in einer Mitteilung der Schlossverwaltung. Schon der St. Galler Klosterplan habe Gärten für unterschiedliche Zwecke vorgesehen: Neben Nutzgärten, in denen Obst, Gemüse und Kräuter kultiviert wurden, gab es auch Ziergärten, die der Erholung und Meditation dienten. So auch im Kloster Salem, wo die klostereigene Apotheke mit Heilkräutern beliefert wurde. Die Kacheln des Steckborner Ofens im ehemaligen Refektorium veranschaulichen die tägliche Arbeit der Zisterziensermönche im Weinberg und im Obst- und Gemüsegarten. In der Matinée am Sonntag können Besucher bei einem Rundgang der Vielfalt der klösterlichen Gartenkultur nachspüren. Die Führung erläutert weiter den Wandel der Klostergärten hin zum Landschaftspark mit exotischem Baumbestand.

Zwei weitere Führungen am Sonntag

Anschließend stehen am Sonntagnachmittag die kleinen Gäste im Mittelpunkt: Um 15 Uhr können Familien mit Kindern den Spuren der „weißen Mönche“ nachgehen. Auf der Entdeckungstour durch das ehemalige Kloster erfahren die Gäste, wie die Mönche einst lebten, wo sie beteten, was sie arbeiteten und was auf den Tisch kam. Kinder haben die Möglichkeit, sich im „Mönchsgewand“ wie Novizen zu fühlen.

Zusätzlich findet am Sonntag, ab 11 Uhr, der Rundgang „Weingeschichten“ statt. Bei dem Rundgang vom Prälaturkeller durch Kloster und Kirche bis ins Torkelgebäude, gibt es drei ausgewählte Weine zur Verkostung, garniert mit spannenden Geschichten zur Salemer Weinkultur.