Narrenzunft

Horst Schmid für weitere fünf Jahre gewählt

Salem / Lesedauer: 3 min

Salemer Narrenzünfte tagen in Altenbeuren – Kärrele-Rennen in Weildorf wird für die nächsten Jahre abgesagt
Veröffentlicht:26.02.2016, 15:49
Aktualisiert:23.10.2019, 18:00

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Beim Treffen aller elf Salemer Narrenzünfte und den vier Musikvereinen in der Altenbeurener „Molke“ ist Horst Schmid einstimmig in seinem Amt bestätigt worden. Den Dank der Gemeinde überbrachte Bürgermeisterstellvertreter Peter Frick , der auch die Entlastung des Vorstandes vornahm.

„Der Rathaussturm war ein voller Erfolg“, sagte Frick. Bürgermeister Manfred Härle sei geistig und körperlich gefordert worden, was diesem wiederum sehr zugesagt hätte. „Alle Vereine haben ihr Bestes gegeben und sich gut präsentiert“, sagte Frick. Allgemein hapere es an Veranstaltungen allerdings an Zuschauern, dies sei allerorten feststellbar.

Über ein Plus in der Kasse berichtete Uwe Marquardt. Im vergangenen Jahr hätte die Arbeitsgemeinschaft eine Spende in Höhe von 800 Euro an den Hikkaduwa-Verein übergeben. In diesem Jahr werde die Spende gesplittet. Je 250 Euro würden dem Schützenverein und der Hospizgruppe in Salem zugute kommen. Über 277 Euro kann sich die Kommunale Kriminalprävention freuen.

Der wiedergewählte Vorsitzende Horst Schmid dankte seinen närrischen und musikalischen Kollegen für deren Unterstützung. Einen kurzen Rückblick über die abgelaufene Fasnet gaben die jeweiligen Zunftmeister. „Das Kärrele-Rennen in Weildorf wird für die nächsten Jahre abgesagt“, sagte ein Vertreter der Weildorfer Narren. Die damit verbundene Arbeit sei enorm hoch, weswegen eine Pause eingelegt würde. Den Rathaussturm in Salem, bei dem sich die Ortschaften abwechseln, übernehmen 2017 die Narren aus Mimmenhausen. „Der Salemer Umzug findet im nächsten Jahr in Rickenbach statt“, sagte Schmid. Das Narreneltern-Treffen 2018 werde in Neufrach veranstaltet. „Im Gemeindewald in Grasbeuren werden wir einen Narrenbaum pflanzen“, so Schmid weiter. Nach Rücksprache mit dem Förster werde man hierfür einen Termin am Wochenende anberaumen. „Ein Treffen zur Umzugs-Absprache vor der Fasnet wäre gut“, regte Peter Frick an. So könnten die Zünfte bei gleichem Ziel Fahrgemeinschaften, zum Beispiel zu Zunftmeister-Empfängen, bilden oder bei weiter entfernten Umzügen sogar gemeinschaftlich Busse anmieten. Dieser Vorschlag wurde von der Arbeitsgemeinschaft allgemein begrüßt. „Ein Treffen nach Dreikönig wäre dazu bestens geeignet“, entgegnete Schmid

Über die Kuriositäten der Versicherungen betreffend der Narrenzünfte berichtete Michael Gollmann, der stellvertretende Vorsitzende. „Die Narrenbaum-Standzeit ist nicht versichert“, so die Ansage von Gollmann. Die Narren aus Grasbeuren, die keiner Vereinigung angehören, hätten ihren Versicherungsstatus durch Fachmänner überprüfen lassen, die zu diesem Ergebnis gekommen seien. „Eigentlich sind wir durch die Narrenvereinigung Hegau-Bodensee versichert, doch wir werden unseren Status kontrollieren“, sagte Schmid.

Etwas Kritik kam zum Schluss aus den Reihen der Salemer Narren. „Wir wünschen uns mehr Präsenz unseres Bürgermeisters an der Fasnet“, lautete das Credo einiger Narren, die ihren Schultes gerne öfters sehen würden. „Bei elf Teilorten ist das schwierig, alles unter einen Hut zu bringen“, widersprach ein Salemer Narr. Die nächste Sitzung ist am 27. Oktober im Dorfgemeinschaftshaus in Tüfingen.