Narrennachwuchs

Narrennachwuchs tobt im „Hefigkofer Thermalbad“

Oberteuringen / Lesedauer: 2 min

Narrenbaumstellen und buntes Treiben in der „Rechberg-Schenke“ mit „ABBA“-Comback
Veröffentlicht:14.02.2012, 10:45
Aktualisiert:25.10.2019, 12:00

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Mit einem Festzug, den sich auch die befreundeten Zünfte aus Oberteuringen, Bitzenhofen und Lottenweiler nicht entgehen ließen, wurde am Samstag der Narrenbaum der Narrenzunft Hefigkofen zum Aufstellplatz im Hof der Familie Kopp begleitet. Ebenfalls mit dabei: eine Kleinbesetzung des Musikvereins Oberteuringens und der Lumpenkapelle Taldorf.

Das bewährte Team um Kappo Gerhard Gührer brachte den Narrenbaum in die Senkrechte, was zugleich der Startschuss für noch zehn tolle Tage Narretei sein sollte. Bei dem schon seit Jahren traditionellen „All-Bott-Programm“ in der „Rechberg-Schenke“ bei Familie Schuhmacher wurde noch lange gefeiert.

Übrigens: Keine Angst, wenn Sie in Hefigkofen am aufgestellten Narrenbaum vorbei fahren oder laufen, dann liegt es sicher nicht am Alkohol, dass Sie den Baum doppelt sehen. Denn es ist tatsächlich so: Erstmals in der 34-jährigen Narrengeschichte haben die Hefigkofer Narren einen Baum mit doppeltem Stamm, einen „Zwiesel“ wie er im Fachjargon heißt. Gefunden wurde er im Wald von Stifter Karl Schmid in Rickenbach. „Der ist zwei Mal 22 Meter hoch“, wollte Zunftmeister Klaus Gührer der anwesenden Narrengemeinde weismachen.

Kalt war es geworden – und das vor allem für Mathias Rueß, Christian Gührer , Fabian Riether und Tobias Lenz vom Nachwuchs der Hefigkofer Narren: Die vier hatten es tatsächlich fertig gebracht, bei gefühlten minus 20 Grad, sich nur mit einer Badehose bekleidet, in einen Waschzuber mit Wasser (war anfangs noch warm) zu setzen, um sich so auf einem Traktor zum Aufstellplatz chauffieren zu lassen. Anlass ihres tollkühnen Auftrittes war das „Hefigkofer Thermalbad“.

„Ich fühle meine Finger wieder“, meinte Christian Gührer, als er dann endlich in der „Rechberg-Schenke“ bei Familie Schumacher das schon traditionelle „All-Bott-Programm“ verfolgen konnte. Und das bot unter der Federführung von Silvia Ruess vom „Mädlesstammtisch“ einen Ausblick auf die Fußball-Europameisterschaft und einer Deutsch-und Musikstunde bis hin zum „Landfunk“ (Konrad Zweifel und Otto Riether), der mehr oder weniger Wissenswertes, aber auch Klatsch zu berichten wusste.

Zum Schluss gab es dann nicht nur die großen Comebacks von „Modern Talking“ und „ABBA“. Nein, der Hefigkofer Narrenverein brachte es sogar fertig, Legenden der Musikgeschichte gemeinsam auf der Bühne auftreten zu lassen.