Funkhaus

„Funkhaus“ sorgt für außerordentlichen Hörgenuss

Oberteuringen / Lesedauer: 3 min

Mitreißendes Konzert und zufriedene Besucher in der Mühle in Oberteuringen
Veröffentlicht:15.09.2019, 15:33

Von:
Artikel teilen:

Wer am Samstagabend Karten für das Konzert der Gruppe Funkhaus im Kulturhaus Mühle in Oberteuringen hatte, konnte sich glücklich schätzen, denn diejenigen erlebten einen außerordentlichen Hörgenuss der besonderen Art. Die neunköpfige Besatzung der Ende 2014 gegründeten Band zeigte von Beginn an ihre Stärke in kräftigen Bläsersätzen, knackigen Gitarrensounds und melodischen Keyboardklängen in Kombination mit absolut starken und rockigen Stimmen.

Die Perfektion, die die Band an den Tag legte, verdingt sich an Musikern, die aus den Formationen Shakin’ Bones und The Bluesblasters hervor gehen und insgesamt einer jahrelangen Bühnenpräsenz aller Mitglieder. Die Sängerin Agathe Paglia eröffnete den Abend vielversprechend mit ihrer Antwort auf die Frage: „Wisst ihr alle was Funk ist? Dann wisst ihr, das es jetzt sehr dreckig wird!“ Und das konnte die Sängerin beim zweiten Lied: „Something got a hold on me“ von Etta James mit ihrer röhrigen und durchdringenden Stimme auch gleich unter Beweis stellen und schaffte es, dass Publikum sofort in ihren Bann zu ziehen.

Sängerin beherrscht den Raum

Die „Frontfrau“ war in der Lage, mit ihrem Gesang und ihrer Ausstrahlung die gesamte Atmosphäre im Raum zu beherrschen und zu beeinflussen. Sie versprühte eine unbändige Begeisterung und Freude an ihrem Tun, sodass man dieser Frau sprichwörtlich an den Lippen hängen musste. Der sanftere Gegenpart bildete hier Sänger Gabor Racsmany, der aber in keiner Weise stimmlich hinten anstehen musste. In ihren gemeinsamen Passagen überzeugten beide durch ihre harmonisierende und melodische Anpassung und man war überrascht ob des stimmlichen Facettenreichtums der beiden Künstler. So lässt sich die Sängerin auch ungern auf ihre eigentliche Stimmlage, dem sogenannten Rock -Tenor festlegen. „Ich möchte nicht daran festgemacht werden, sondern auf jeden Fall flexibel bleiben. Obwohl meine Stimme zugegebenermaßen schon aus dem Rahmen der klassischen Frauenstimmen fällt“. Was den Beiden ebenso wichtig war: die Nähe zum Publikum aufzubauen und den ganzen Abend über zu halten. Etwas, das ihnen von Anfang an gut gelang, denn der Funke zu den Zuhörern war vom ersten Lied an übergesprungen. Und so kamen diese gerne der Aufforderung des Sängers Racsmany nach, sich auf die Tanzfläche zu begeben. Es war schwer, ruhig sitzen zu bleiben, angesichts der Performance, die „Funkhaus“ da ablieferte. Auch der hohe Wiedererkennungswert der vielen gespielten Stücke tug sein Übriges dazu bei. Bei dem Titel: „Roxanne“ von Sting etwa oder einem Medley mit den Klassikern: „ Sex machine“(hier brillierte Tobias Rädle am Keyboard) „I feel good“ oder „This is a man’s World“ von James Brown. Doch auch die Musik der 80er kam bei der Band nicht zu kurz. So konnten bei dem Stück „ It´s hip to be square“ von Huey Lewis vor allem die Bläser ihr Können abrufen (allen voran Hans-Martin Müller am Saxofon und Florian Obinger an der Trompete und der Posaunist Jürgen Sprenger). Wie vielseitig alle Musiker gleichermaßen überzeugten, davon konnten sich die Konzertbesucher bei dem Titel: „Take another peace of my Heart“ von Janis Joplin ein Bild machen. Hier durften dann auch der Gitarrist Alex Dopfer, der Bassist Peter Roth und der Schlagzeuger Harald Weisshaupt glänzen. Nach drei Zugaben war schließlich Schluss und die Band hinterließ begeisterte Konzertbesucher.