Ehrung

Ehrungen, Verabschiedungen und Verpflichtungen

Oberteuringen / Lesedauer: 5 min

Erste Sitzung des neuen Gemeinderats steht im Zeichen des tatkräftigen Aufbruchs
Veröffentlicht:28.06.2019, 17:40
Aktualisiert:30.06.2019, 13:58

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In der ersten Sitzung des neuen Gemeinderats haben Ehrungen sowie Wahlen aus der Mitte des Gemeinderats für Bürgermeisterstellvertretungen und Besetzung der Ausschüsse auf der Tagesordnung gestanden. Als vielleicht erste Gemeinde des Bodenseekreises hatte Oberteuringen nach dem Wahltag seine Ergebnisse an das Landratsamt geliefert und bereits innerhalb einer Woche lag der Prüfungsbescheid vor, berichtete Bürgermeister Ralf Meßmer in der konstituierenden Sitzung.

Nach früheren Erfahrungen rechnete die Verwaltung mit bis zu vier Wochen bis zur amtlichen Feststellung des Wahlergebnisses, weshalb eigentlich noch eine Sitzung des alten Gemeinderats vorgesehen war. Dieser veränderte Zeitplan wirkte sich auf die Tagesordnung aus, da der für Juli geplante Termin infolge der Vorverlegung gestrichen wurde. Fünf von vierzehn Gemeinderäten konnten aus persönlichen Gründen die Terminverschiebung nicht berücksichtigen und deshalb nicht an der Vereidigung teilnehmen.

Statt Nadel eine Ehrenstele

Zu Beginn der Sitzung ehrte der Bürgermeister langjährige Gemeinderatsmitglieder mit Ehrennadeln und Urkunden des baden-württembergischen Gemeindetags. Vorgesehen sind Auszeichnungen für zehn, zwanzig und dreißigjährige Zugehörigkeit, wobei auch Mitglieder berücksichtigt wurden, die bisher keine Ehrung erhalten hatten, dem Gemeinderat aber bereits seit mehr als zehn Jahren angehören. Jürgen Mehr (CDU) kann auf zehn Jahre zurückblicken, Sabine Müller (CDU) und Eugen Rueß (Freie Wähler – FW) auf je fünfzehn Jahre sowie Franz Keller (CDU) auf dreißig Jahre, wofür es anstatt Nadel eine Ehrenstele gab.

Mit großem Dank und kleinen Präsenten wurden drei Mitglieder des Gemeinderates verabschiedet, die nicht mehr kandidiert hatten. Robert Bischof (FW) gehörte die verganegenen fünf Jahre dazu. Meßmer würdigte ihn insbesondere als vielfältig aufgestellten Vorzeigelandwirt, der ihm die fachlichen landwirtschaftlichen Belange näher gebracht habe. Wolfgang Metzler ( CDU ) war fünfzehn Jahre mit steigenden Stimmenzahlen im Gemeinderat, was für einen Hotelier mit sieben-Tage-Woche eine besondere Herausforderung darstelle. Wolfgang Syré (FW) gehörte dem Gremium ebenfalls drei Legislaturperioden an und war ab 2014 außerdem Stellvertreter des Bürgermeisters. Meßmer sprach von Syré als „Rentner fit wie ein Turnschuh“, dieser wiederum lobte in seiner Abschiedsrede die Zusammenarbeit. Er habe sich zu jeder Zeit wohl und verstanden gefühlt und riet allen zur konsensorientierten Arbeit in kommunalen Gremien, um diese kennen- und verstehen zu lernen und „für das Wohl unserer schönen, liebenswerten Gemeinde Oberteuringen mit all ihren Ortsteilen und Weilern“.

Der nächste Tagesordnungspunkt betraf den neuen Gemeinderat, der drei neue Mitglieder hat. Birgit Locher führt die Stimmen der Freien Wähler an, zu denen auch Udo Fritz gehört. David Funes, der die Sitze der SPD auf zwei erhöht, konnte bei der Sitzung nicht anwesend sein. Bürgermeister Ralf Meßmer verlas die Verpflichtungserklärung des Gemeindetages, welche von allen Gemeinderäten kollektiv nachgesprochen wurde.

Im Vorfeld hatten die Mitglieder des Gemeinderats einen gemeinsamen Vorschlag zur Besetzung der Ausschüsse erarbeitet und während der Sitzung wurden Sabine Müller und Birgit Locher als Stellvertreterinnen des Bürgermeisters vorgeschlagen. Beide hatten jeweils die meisten Stimmen ihrer Partei/Wählervereinigung erhalten. Sie wurden einstimmig, bei jeweils eigener Stimmenthaltung, von der Ratsversammlung gewählt.

Ausschüsse und Projektgruppen

Die sechs Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Technik aus den Reihen der CDU sind Franz Keller, Jürgen Mehr, Jürgen Schorpp. Vertreten werden sie von Sabine Müller, Alexander Amann und Maximilian Eppler. Für die Freien Wähler agieren Eugen Rueß und Eberhard Singer, ihre Vertreter sind Johannes Keller und Udo Fritz. Die SPD ist mit Günther Schnappauf beziehungsweise David Fuenes repräsentiert.

Dem Schul- und Kulturausschuss gehören aus der Mitte des Gemeinderats Maximilian Eppler, Jürgen Schorpp, Alexander Amann, Birgit Locher, Eugen Rueß und David Funes an. Als sachkundige Einwohner wurden Wolfgang Metzler, Margarete Kramer, Markus Zimmermann, Alexandra Wernet und Beatrice Gburek gewählt.

Im Kindergartenausschuss sind Jürgen Schorpp, Jürgen Mehr, Johannes Keller, Alexander Reuter (FDP) und David Funes vertreten.

Die fünf Mitglieder und Stellvertreter der Verbandsversammlung Zweckverband Gehrenberg-Wasserversorgung heißen Jürgen Mehr und Sabine Müller, beziehungsweise Alexander Amann und Franz Keller für die CDU. Die Freien Wähler stellen Eberhard Singer und Johannes Keller, stellvertretend Eugen Rueß und den FDP-Mann Alexander Reuter. Günther Schnappauf und David Funes sind Mitglied und Stellvertreter seitens der SPD.

In die Verbandsversammlung Gemeindeverwaltungsverband Markdorf werden Alexander Amann und stellvertretend Sabine Müller entsandt sowie Birgit Locher und stellvertretend für sie Udo Fritz.

Mitglieder in der Gesellschafterversammlung Regionalwerk Bodensee sind Franz Keller und Udo Fritz, vertreten werden sie bei Abwesenheit aus ihren Fraktionen von Sabine Müller und Johannes Keller.

Die bereits aus Vertretern der Verwaltung und Fachleuten bestehende Projektgruppe „Schulneubau“ wird als Schulneubauausschuss um Gemeinderäte erweitert, wobei jede Fraktion einen Sitz erhält. Franz Keller vertritt die CDU. Da dieser Ausschuss auch mit dem Umzug des Tennisvereins befasst ist, gilt Keller als Vorstandsmitglied als befangen und wird bei diesem Themenbereich von Sabine Müller vertreten. Einem Wunsch Johannes Kellers und Eugen Rueß‘ entsprechend, wurden auch für FW und SPD Stellvertreter bestimmt. Birgit Locher ist Vertreterin für Eugen Rueß, Günther Schnappauf ist Ersatzmann für David Funes. Alexander Reuter, FDP, hat keinen Ersatz.