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Fasnet 2024

Mit vielen Bildern: Das war der Neukircher Fasnets-Umzug

Neukirch / Lesedauer: 3 min

Vielen Besucher und 100 Gruppen. Großes Interesse am Mega-Umzug in Neukirch.
Veröffentlicht:28.01.2024, 19:00

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Der Narrenverein HO-LA-GI Neukirch hat eigentlich immer einen besonderen Grund, um zu feiern, diesmal ist es die Vereinsgründung des aktuellen Vereins, der 30 Jahre alt wird. Mit dem Narrenbaumstellen auf dem Dorfplatz am Samstag haben die Narren die Fasnetssaison in Neukirch offiziell eröffnet. Für einige ist es dann gleich weitergangen - mit dem Hexenball am Abend und dem großen Umzug am Sonntag.

Vom Dauerregen bis zum Schneefall gab es in der Fasnet schon alles. Bei eitel Sonnenschein war dieses Mal die Zahl der Teilnehmer und Besucher besonders groß. Heuer waren beim Neukircher Umzug nicht nur 100 Zünfte und Kapellen dabei. In Ergänzung zu den 3000 Maskenträgern und Umzugsteilnehmern haben geschätzt mindestens noch einmal so viele Menschen am Straßenrand von „Nuikil“, wie der Ort zur Fasnetszeit auch genannt wird, Fasnet gefeiert.

Dabei waren zahlreiche Närrinnen und Narren schon auf dem Zunftmeisterempfang „vorglühend“ dabei und haben sich schon mal in Stimmung gebracht. Da waren um 11 Uhr am Vormittag schon die ersten auf den Stühlen, es wurde geschunkelt und getanzt - und auf der Bühne war einiges geboten, an Grußworten, Musik und Tanz.

Viel Beifall für die Männergarde

Hier zeigte die Showtanztruppe „Maskerade“ wieder ihr neues Programm. Und auch die Männergarde erntete reichlich Beifall in der Mehrzweckhalle. Mit dabei waren auch verschiedene Lumpenkapellen, mit dem Lokalmatador, dem Chaosorchester, am Schluss.

Das kam wiederum gleich hinter dem Prinzenpaar an der Spitze des Umzugszuges, gefolgt von anderen Zünften aus der Gemeinde, wie den Hexentröpfle, den Schorrenweible dem Gorillaclub Russenried oder den Schilfgeistern aus Elmenau. Überhaupt war der Umzug mit 20 Kapellen aus der Region und darüber hinaus bestens mit Stimmungsmusik versorgt.

Die weiteste Anreise mit 750 Kilometern hatte dabei wohl der Spielmannszug Schneverdingen, aus der Nähe von Lüneburg. Überhaupt, wie Narrenpräsident Ralf Stärk bemerkte: „Wir freuen uns über den internationalen Zuspruch.“ Denn auch der Schweiz und Österreich sind Gruppen angereist. Wie die Chrüterwyber und Schwarzen Engel aus Flums.

Gerüchte über Mexikaner erweisen sich als falsch

Entgegen anderslautenden Gerüchten war aus Mexiko aber tatsächlich keine Gruppe gekommen, auch wenn sich die Goppertsweiler Musikkapelle traditionell als Mexikaner verkleidet und den Narrenruf „Mexiko - Olé“ erklingen lässt. Zahlreiche schwäbisch-alemannischen Zünfte waren vertreten, die durch besondere Häser oder Masken sowie besondere Bräuche faszinierten.

Von einer Konfetti-, Heu- oder Strohdusche oder dem einen oder anderen Qualmbad konnten manch Besucherin und Besucher ein Lied singen. Neben allgemeinem Schabernack und Hüteklau gab es typische Fasnetsgeräusche, wie Karbatschenknallen oder Rätschen. Ein vertrauter Lärm und Geruch kam nach längerer Pause ebenfalls wieder nach Neukirch: das zweigeteilte und doppelt besetzte Gorilla-Motorrad aus Oberrussenried.

Und auch zahlreiche Hexenpyramiden oder -pyramidchen wurden wieder gebaut. Als weiteres Geräusch gab es noch das Prasseln zahlreicher geworfener Bonbons. HO-LA-GI -Chef Stärk war jedoch nicht wirklich für ein Pressestatement zu haben. Das Multitalent, vielleicht bis auf Gesang, hat sich nicht nur als akrobatischer Tänzer bei der Tanzformation „Maskerade“ eingebracht, sondern sich auch die Organisations- die Moderationsarbeit nicht nehmen lassen - wobei er freilich freundlich unterstützt wurde.

Ein Highlight beim Umzug war, dass er vor den Moderationswagen musste, um mit den Hexen einen Megaschwungseilsprung zu wagen. Er dürfte jedoch, wie die ganze närrische Gesellschaft in Neukirch, mehr als zufrieden sein mit Zuspruch, Teilnehmer- und Besucherzahlen. Auch wenn der Umzug schließlich bis in die Dämmerung ging. Als Narrengabe, also für eine Umzugsspende, wurden vorsorglich Mini-Taschenlampen verteilt.