Nikolausabend

Ein besonderer Nikolausabend in Neukirch

Neukirch / Lesedauer: 2 min

Das SWR-Fernsehen ist mit dem Heiligen Nikolaus und dem Knecht Ruprecht auf Tour
Veröffentlicht:11.12.2020, 15:30
Aktualisiert:11.12.2020, 16:40

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Dass dieser Nikolausabend eine außergewöhliche Stellung in der fast vierzigjährigen Geschichte der Kolping-Nikolausbesuche einnehmen sollte, war allen Beteiligten von Anfang an klar. War es doch das erste Mal, dass es Bischof Nikolaus und seinem Gefährten Knecht Ruprecht verwehrt blieb, die Kinder zu Hause in den Wohnungen und Stuben zu besuchen. Hygienekonzepte, Abstandsregeln, genauer Ablauf der Besuche – all das musste mühevoll vorbereitet werden.

Hinzu kam in diesem Jahr, dass keine Geschenke der Eltern vom Nikolaus überreicht werden sollten. Um nicht mit leeren Händen dazustehen, entschied sich die Kolpingsfamilie den Kindern kleine Geschenksäckchen mitzubringen. Doch die Anstrengungen hätten sich ausgezahlt, heißt es in der Pressemitteilung. Wie die Organisatorin Manuela Baur berichtet, gab es noch nie zuvor so viele Anfragen wie in diesem Jahr. Was zum einen daran lag, dass „wir von der Kolpingsfamilie früh in die Offensive gegangen sind". Zum anderen, sei der sonst so omnipräsente Nikolaus oder gar der Weihnachtsmann in Schulen, Kindergärten, Vereinen und Einkaufszentren fast nicht in Erscheinung getreten. Beim Stichwort Weihnachtsmann ergänzt die Vorsitzende der Kopingsfamilie Monika Stocker: „ Es ist uns sehr wichtig, den Kindern nicht nur eine gewisse Kontinuität zu vermitteln, sondern auch die Bedeutung des Heiligen Nikolaus in Ehren zu halten." Aus dieser Motivation heraus habe sich das Organisationsteam auch entschieden, in diesem Jahr an der Aktion „Weihnachtsmannfreie Zone" des Bonifaziuswerks teilzunehmen. Dabei unterstützt das Bonifaziuswerk in vielen Gemeinden Aktionen zum Erhalt von Traditionen rund um den „echten Nikolaus“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Wenn auch durch die langjährige Erfahrung vieles eingespielt ist, war es dieses Mal doch eine gehörige Portion Mehraufwand bei der Vorbereitung. Da kann sich ein Verein glücklich schätzen Mitglieder in ihren Reihen zu haben, die anpacken, heißt es weiter. So wie Manuela Baur, die von allen nur liebevoll „Obernikolaus“ genannt wird – und selbst dann die Ruhe in Person bleibt, wenn sich das SWR-Fernsehen für Aufnahmen ankündigt. So begleitete ein Kamerateam für einen Beitrag in der SWR-Landesschau ein Nikolauspaar bei den Hausbesuchen.