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Feuerwehreinsatz

Meersburger Feuerwehrleute erhalten künftig zwei Euro mehr

Meersburg / Lesedauer: 2 min

Gemeinderat Meersburg erhöht Stundenlohn bei Verdienstausfällen und passt Richtlinien an
Veröffentlicht:28.02.2014, 17:20

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Der Gemeinderat Meersburg hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, den Stundenlohn der ehrenamtlichen Feuerwehrleute im Falle eines Verdienstausfalls zu erhöhen. Auch bei den Kosten für Feuerwehreinsätze haben sich Änderungen ergeben.

Bislang erhielten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Meersburg eine Aufwandsentschädigung von zehn Euro pro Stunde, wenn ihnen durch einen Einsatz ein Verdienstausfall entstand. Jetzt hat sich der Gemeinderat der Stadt Meersburg bei einer Enthaltung dazu entschlossen, den Stundenlohn auf zwölf Euro pro Stunde anzuheben.

„Das ist eine maßvolle Erhöhung“, erklärte Andreas Heier von der Meersburger Finanzverwaltung. Sie entspreche in etwa der durchschnittlichen Steigerung der Lebenshaltungskosten. Zudem wolle man die Feuerwehrleute mit der Erhöhung motivieren. Denn, so Heier, der zeitliche Aufwand und die Anforderungen an die Ehrenamtlichen seien während der vergangenen Jahre angestiegen. „Viele Einsätze fallen in die Arbeitszeit“, ließ Heier wissen. „Die Feuerwehrleute sollen dadurch keine finanziellen Nachteile haben.“

Durch die Anhebung des Entschädigungssatzes entstehen der Gemeinde Meersburg Mehrausgaben von etwa 3600 Euro pro Jahr. Diese sollen durch Mehreinnahmen bei den Kosten für die Leistungen der Feuerwehr abgedeckt werden.

Denn: Aufgrund von Vorgaben im neuen Feuerwehrgesetz für Baden-Württemberg musste der Gemeinderat auch die Kostensätze für Feuerwehreinsätze neu kalkulieren. Nach einstimmigem Beschluss des Gemeinderates dürfen die Sätze neben den kalkulatorischen Kosten nun auch Verwaltungs- und Gemeinkosten enthalten.

Allgemeinheit trägt Kosten nicht

„Falscher Alarm durch Brandmeldeanlagen war 2013 der häufigste Alarmierungsgrund in Meersburg“, teilte Heier den Stadträten mit. Laut den geänderten Richtlinien muss in einem solchen Fall nun nicht mehr die Allgemeinheit für die entstandenen Feuerwehrkosten aufkommen, sondern der Betreiber der Brandmeldeanlage.

Bei Einsätzen, die durch Schäden an Kraftfahrzeugen und Anhängern ausgelöst werden, hat sich ebenfalls eine Änderung ergeben. Muss die Feuerwehr einen Fahrzeugbrand löschen oder eine eingeklemmte Person nach einem Verkehrsunfall aus einem Fahrzeug befreien, so zahlt jetzt der KfZ-Halter und nicht mehr die Allgemeinheit. „In der Regel werden diese Kosten aber von der Haftpflichtversicherung übernommen“, erläuterte Heier.

Ebenfalls geändert wurde der Kostenträger bei Einsätzen in Gewerbegebiet- oder Industriebetrieben. „Da ein Gewerbebetrieb Gefahren schafft, die über das übliche Maß hinausgehen, soll der Betreiber als Verursacher der Gefahr für die Kosten der Sonderlösch- und Einsatzmittel aufkommen“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Der Feuerwehreinsatz selbst wird für Betroffene aber auch nach den Änderungen kostenlos bleiben.

Die nächste Sitzung des Meersburger Gemeinderats findet voraussichtlich am Dienstag, 1. April, statt.