Frühjahrskonzert

Konzert beschert beschwingte Melodien

Meckenbeuren / Lesedauer: 2 min

Musikverein Meckenbeuren und gemeinsame Jugendmusik füllen die Humpishalle Brochenzell
Veröffentlicht:29.03.2015, 18:18
Aktualisiert:24.10.2019, 04:00

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Randvoll ist die frühlingshaft geschmückte Humpishalle in Brochenzell am Samstagabend beim Frühjahrskonzert des Musikvereins Meckenbeuren gewesen. Den Anfang machte die gemeinsame Jugendmusik von Brochenzell, Kehlen und Meckenbeuren unter der Leitung von Johanne Clavet.

Die Dirigentin hatte drei kürzere Stücke einstudiert, die dem guten Leistungsstand des Nachwuchses angemessen waren. Schnell wurde mit Lalo Schifrins „Mission Impossible“ Spannung aufgebaut. Ein bisschen Gruseln war dabei, Filmmusik wie hier aus der Kultserie „Kobra, übernehmen Sie“ zieht immer. Das galt auch für die „Pirates of the Caribbean“ und Henri Mancinis „Pink Panther“. Eine kleine Zugabe noch und der Dank an alle an der Jugendarbeit Beteiligten, dann gehörte die Bühne den Großen, dem Musikverein Meckenbeuren unter ihrem Dirigenten Matthias Walser .

Zusammen mit den Orchestermitgliedern, die für 20- bis 60-jährige Mitgliedschaft geehrt wurden, wurde Walser von Manfred Ehrle, dem stellvertretenden Präsidenten des Blasmusikverbandes Bodenseekreis, für zwanzig Jahre als Dirigent ausgezeichnet – seit 2006 steht Matthias Walser in Meckenbeuren am Dirigentenpult.

Für das Frühjahrskonzert des Musikvereins hat er wieder ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt. Walser weiß, was seine Musiker gerne spielen und was sein Publikum gerne hört. Wie auch anderswo steht die sinfonische Blasmusik deutlich im Vordergrund. Einzig die Ouvertüre zur „Leichten Kavallerie“ von Franz von Suppé darf vor der Pause die Zuhörer ins Reich der Operette entführen. Die Musiker spielen sie mit kräftigem Impetus, eher wie die heute beliebtere Filmmusik, legen aber auch lyrische und etwas melancholische Passagen mit hinein. Etwas aus dem Rahmen fällt die als lässige Bigband-Swing-Nummer angekündigte „South Rampart Street Parade“. Dieser Sound und die glänzenden Solo-Einlagen bilden den gelungenen Abschluss des offiziellen Teils, durch den Lena Leibrecht souverän geführt hat.

Den Anfang machte die musikalische Rundreise „In 80 Tagen um die Welt“, die die Zuhörer gleich begeisterte, erst recht, da man spürte, mit welcher Spielfreude die Musiker die verschiedenen Stimmungen und Eindrücke herausarbeiteten. Ähnliches hat Kurt Gäble in seinen Impressionen vom „Klang der Alpen“ versucht.

Ein Höhepunkt: Phantom der Oper

Ein Höhepunkt war Andrew Lloyd Webbers „Phantom der Oper“ nach der Pause. Wie die Musik aus bekannten Filmen sind auch Erfolgsmusicals beim Publikum sehr beliebt. Genauer hinhören hieß es bei Jakob de Haans Konzertwerk „Ross Roy“, um die Feinheiten dieser von Humor durchzogenen musikalischen Beschreibung eines Colleges zu erkennen.

Schade eigentlich, dass nach der Pause die Reihen etwas gelichtet waren, dass die Spieler der Jugendmusik fehlten. Hier hätten sie erleben können, wie die Spielfreude im Verein zusammenhält und alle begeistert.