Kirchenbazar

Herzliches „Vergelt‘s Gott“ zum Abschied allen Helfern

Meckenbeuren / Lesedauer: 3 min

Kirchengemeinderat sagt Dankeschön für 50 Jahre Bazar in St. Verena
Veröffentlicht:29.01.2015, 17:45
Aktualisiert:24.10.2019, 06:00

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Ein halbes Jahrhundert lang haben sich Menschen beim Kirchenbazar in Kehlen für ihre Kirchengemeinde eingesetzt. Sie haben ihn vorbereitet, Spenden gesammelt, gekocht, gebacken, gebastelt, verkauft und eingekauft, um einen schönen Erlös zu erwirtschaften. Nun geht diese Ära zu Ende, die einst Pfarrer Guntram ins Leben gerufen hat, der „gnadenlose Sammler“, dem die Ideen nie ausgegangen sind.

„Die Kirche musste finanziert werden“, erinnert sich Franz Müller noch sehr gut an die Zeit vor 50 Jahren, in der er selbst mit der Landjugend losgezogen ist, mit dem Gummiwagen von Barnsteiners, um Früchte zu sammeln für den Bazar, die Kasse haben klingen lassen. So wie vieles andere, was die Gemeinde herangeschafft hat oder Guntram selbst. Ganze Kälber hat der Pfarrer von den Bauern erbettelt und beim Metzger schlachten lassen, für einen guten Erlös beim Bazar. „Er war erbarmungslos in seinen Bitten und ein gnadenloser Sammler“, schmunzelt Franz Müller heute noch über den nie verzagenden Kirchenmann.

Am 8. November 1964 fand der erste Bazar statt, im Oktober 2014 wurde der 50. und letzte gefeiert. Zwei Tage dauerte er in den Anfangstagen, mit einem Tanzabend am Samstag und dem Erntedankgottesdienst am Sonntag und ganztägigem Festtagsprogramm am Sportplatz in Kehlen und in der Halle. „Die Musikkapelle aus Kehlen war immer dabei“, blickt Franz Müller zurück, „und später auch die Jugendkapellen“. Lange Zeit war der Bazar ein Publikumsmagnet, der, so stand es 1967 in der Schwäbischen Zeitung, „die ganze Pfarrfamilie zusammenführte und auch aus der Umgebung gut besucht war. Es herrschte Andrang wie beim Sommerschlussverkauf an den Verkaufsständen und der Tombola und war ein großes Fest“.

Das machten die vielen Menschen möglich, die in den 50 Jahren dabei waren: die Musikkapelle aus Kehlen, die zum Frühschoppen aufspielte, plus die Jugendkapellen. Die Bastelfrauen um Elisabeth Eberle und Anneliese Baur. Die Tombola, die Bruno Fuchsloch organisierte, der abgelöst wurde vom Ehepaar Gluth und zuletzt von den Eheleuten Scherer und Maier und ihren Helfern. Die Landwirte, die Äpfel und Kartoffeln spendeten, die Köche und Wirte um Georg Kleck, Hans Sessler, Susanne Hermann, Siegfried Lehle, Bea Bodmer und Hiltrud Bentele, die alljährlich Hunderte Essen zubereiteten. Kassenwart Fritz Vogel und Karl Vogel und all die vielen Freiwilligen, die die Gäste versorgten und den Kindern Unterhaltung boten. Die vielen Kuchenbäckerinnen und das Seniorenteam, das sie zum Kauf anbot, all jene die oft im Verborgenen ihre Kirchengemeinde hilfreich unterstützten und natürlich alle Organisatoren wie zuletzt Gabriele Zehrer. Viele von ihnen waren schon als Kinder dabei und sind dem Bazar treu geblieben.

Stets fließt ein Teil des Erlöses karitativen Zwecken zu

Ihnen allen sagen Pfarrer Josef Scherer und der Kirchengemeinderat ein herzliches „Vergelt’s Gott“ für ihren Einsatz, den sie für ihre Gemeinde geleistet haben. „Wir konnten so viel Gutes damit tun, in der Gemeinde und darüber hinaus.“ Jedes Jahr wurde ein Teil des Erlöses gespendet.

„Das Feiern für den guten Zweck, geht in St. Verena auch ohne den Bazar weiter“, freut sich der KGR, „dort wo unsere Kirche steht, die uns alle so schön verbindet: beim Verenafest, den Frühschoppen an Fronleichnam und Christi Himmelfahrt, beim Kaffeekränzle und Verenaball, zu dem wir am 31. Januar alle einladen“.