Baugebiet Altmannstraße

Ausschuss diskutiert über Dachformen in Meckenbeurern

Meckenbeuren / Lesedauer: 3 min

Der Startschuss im enorm gefragten Baugebiet Altmannstraße ist gefallen. Jetzt diskutiert der Technische Ausschuss bei zwei Anträgen über die Dachform.
Veröffentlicht:01.01.2033, 00:00

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„Was für ein Dach ist geplant?“ Diese Frage hat Gemeinderat Eugen Lehle bei beiden Bauanträgen gestellt, die bei der ersten Sitzung des Technischen Ausschusses im neuen Jahr zur Diskussion standen. Zu einer Grundsatzentscheidung über die richtige Dachform kam es nicht.

Ziemlich genau ein Jahr ist es her, seit die Gemeinde sechs Baugrundstücke an der Altmannstraße hinter dem Vereinsheim des ehemaligen Kleintierzüchtervereins im Losverfahren vergab. Für den Quadratmeter Baugrund wurden 430 Euro aufgerufen. Damit lag der Preis der Grundstücke zwischen 74.400 und 111.800 Euro. Interessenten gab es reichlich.

Erster Antrag aus Baugebiet: Doppelhaushälfte genehmigt

Im ehemaligen Vereinsheim sind nach wie vor Flüchtlinge untergebracht. Auf dem Gelände, auf dem immer noch der Schuppen der Kleintierzüchter steht, ist ein Mehrfamilienhaus angedacht. Zu diesem Gelände gibt keine Neuigkeiten.

Nun hatte der Technische Ausschuss über den ersten Bauantrag für eine Doppelhaushälfte an der inzwischen schon geschotterten winkelförmigen Erschließungsstraße im Baugebiet zu entscheiden. Dabei soll der Carport etwas größer werden als vorgegeben, womit der geschützte Stellplatz näher an die Erschließungsstraße ranrückt, zugleich aber den laut Bebauungsplan vorgeschriebenen Abstand zur Straße von einem halben Meter noch einhält.

Hier Satteldächer, dort Flachdach

Weder die Verwaltung noch die Gemeinderäte sahen bei der dazu notwendigen Befreiung Probleme. Eugen Lehle (Freie Wähler) wollte allerdings wissen, was für ein Dach in der Altmannstraße geplant sei. Hier konnte Ortsbaumeister Axel Beutner beruhigen, denn im Bebauungsplan für die Altmannstraße seien Satteldächer vorgeschrieben.

Anders sah es beim zweiten diskutierten Projekt aus – ein Neubau, der ein Gebäude an Brochenzells Inselstraße ersetzen soll. Hier sah der Antrag tatsächlich Keller und zwei Vollgeschosse mit Flachdach vor. Das sei ein sehr modernes Gebäude. Ansonsten gäbe es allerdings an dieser Stelle nur Satteldächer, gab Lehle zu bedenken. Ob sich die Gemeinde „vom mittelalterlichen Stil des Satteldaches verabschieden will“, müsse seiner Ansicht nach grundsätzlich entschieden werden. „Im nächsten Baugesuch kommt das Flachdach wieder“, warnte Lehle.

Lehle und Gälle sehen es unterschiedlich

An dieser Stelle gebe es keinen Bebauungsplan und deshalb auch keine Vorgaben für die Form des Daches. „Deshalb geht es hier nicht um die Dachform, sondern nur darum, ob das Gebäude sich in die Umgebung einfügt“, erläuterte Patrick Gohl vom Bauamt die rechtliche Lage.

Karl Gälle fand, dass das Thema Flachdach längst keine Grundsatzentscheidung mehr sei. „Wir haben schon viele genehmigt“, erinnerte der CDU-Rat. Das Flachdach hat seiner Ansicht nach den Vorteil, dass es mehr Platz im Gebäude schafft. „Das kann man schon längst so machen“, findet Gälle.

Dem Verwaltungsvorschlag, das neu geplante Gebäude an der Inselstraße mit seinem Flachdach zu genehmigen, stimmten die Gemeinderäte im Ausschuss mit einer Enthaltung zu.