Schuppenflechte

Austausch und Tipps helfen bei Schuppenflechte

Meckenbeuren / Lesedauer: 2 min

Selbsthilfegruppe trifft sich am 7. November im Goißbock – Gründer Hubert Tumler freut sich über neue Mitglieder
Veröffentlicht:30.10.2018, 18:40
Aktualisiert:22.10.2019, 15:00

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Seit drei Jahren unterstützt Hubert Tumler aus Gunzenhaus mit seiner Selbsthilfegruppe Menschen, die an Schuppenflechte erkrankt sind. Obwohl auch in Tettnang und Umgebung viele von dieser Hautkrankheit betroffen sind, nimmt die Zahl der Teilnehmer in der Gruppe leicht ab. Und genau das soll sich nach Tumler ändern.

Schuppenflechte ist nach Neurodermitis die am häufigsten auftretende chronische Hautkrankheit weltweit, allein in Deutschland sind zwei Millionen Menschen davon betroffen. Etwa ein Drittel der Erkrankten leidet zudem unter Arthritis, einer sogenannten Psoriasis-Arthritis der Gelenke. Doch hilfreiche Unterstützung gibt es für Betroffene offenbar nur sehr wenig. So befanden sich bis 2015 die nächsten Selbsthilfegruppen in Singen und Ulm.

Diese Tatsache nahm Hubert Tumler, der selbst unter Psoriasis-Arthritis leidet, zum Anlass, für erkrankte Personen durch diese Gruppe eine intensive Unterstützung in der Region zwischen Bodensee und Donau anzubieten.

Regelmäßig bewegen

„Wir tauschen uns über verschiedenste Medikamente oder spezielle Hautärzte aus und geben einander hilfreiche Tipps“, erklärt Tumler. So würden unter anderem die richtige Kleiderwahl oder auch das Thema Bewegung aufgegriffen werden. Gerade bei einer Schuppenflechte mit Arthritis sei es wichtig, sich regelmäßig zu bewegen. „Ich laufe mit meinem Hund mehrmals täglich“, so kommt Tumler auf drei bis vier Kilometer am Tag.

Bei den zweimonatigen Treffen in der Landgaststätte Goißbock in Kehlen seien die Interessierten ganz unter sich, so könne ein Raum des Vertrauens geschaffen werden. „Wir treffen uns in einem Nebenzimmer, damit jeder ganz frei berichten kann“, erzählt Tumler, der gerne mehr Interessierte in der Gruppe begrüßen würde. „Im Moment beteiligen sich größtenteils ältere Menschen“, sagt Tumler, doch seien auch junge Menschen stets willkommen. „Der große Vorteil an einer Selbsthilfegruppe ist, dass alle Anwesenden von der Krankheit betroffen sind und somit genau wissen, wovon der andere redet.“

Etwa über die Erfahrungen im Schwimmbad: Aufgrund der stark geröteten Hautstellen würden Betroffenen oft fragende Blicke zugeworfen. „Und das, obwohl die Krankheit nicht ansteckend ist“, gibt Hubert Tumler weiter. Eine belastende Situation, die im schlimmsten Fall gar zu Depressionen führen kann.

Zu ihrem nächsten Treffen lädt die Selbsthilfegruppe bei Schuppenflechte alle DPB-Mitglieder (Deutscher Psoriasis Bund), Interessierte und Angehörige am Mittwoch, 7. November, um 19 Uhr in die Landgaststätte Goißbock ein, Hügelstraße 25, in Kehlen.