Übernachtungszahl

Neben Wanderern auch die Mountainbiker im Blick

Bermatingen / Lesedauer: 2 min

Ferienregion Gehrenberg-Bodensee will sich auch für Gruppen öffnen – Übernachtungen gehen zurück
Veröffentlicht:31.03.2014, 19:30
Aktualisiert:24.10.2019, 15:00

Von:
Artikel teilen:

Die Übernachtungszahlen in der Ferienregion Gehrenberg-Bodensee sind 2013 um 5,93 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. In nackten Zahlen ist das ein Minus von 13198 Übernachtungen. Die erhoffte Belebung durch die Premiumwanderwege ist nicht eingetreten. In der Sitzung des Gemeindeverwaltungsverbands wurde angeregt, auch Angebote für Mountainbiker zu schaffen.

Verbandsvorsitzender Georg Riedmann sah allen Grund, sich diesem Thema zu widmen: „Das werden wir auch tun.“ Allerdings könne das Ausarbeiten eines solchen Angebots nur unter Beteiligung der Jägerschaft erfolgen. Die Hauptfrage, die es zu klären gelte, sei, ob sich die Biker an fünf ausgewiesene Downhillstrecken am Gehrenberg oder im Deggenhausertal halten oder ob sie auf Querfeldeinstrecken ausweichen. Die Verbandsvertreter wollen sich bei Touristikern aus dem Schwarzwald und Österreich kundig machen, die seit Jahren Geländetouren anbieten und diese auch bewerben.

Juni war der schwächste Monat

Am stärksten ist das Minus an Übernachtungen im Juni 2013 ausgefallen. 7008 weniger als im Vorjahresmonat wurden gezählt. Schwach war auch der Ostermonat April (- 6968). Sabine Bader , Leiterin der zentralen Tourist Information der vier Gemeinden Markdorf, Bermatingen, Deggenhausertal und Oberteuringen, hatte eine Erklärung parat: Durch das miese Wetter – kalt und regnerisch – in diesem Zeitraum sei die Anzahl kurzfristiger Buchungen gleich null gewesen. Überraschend gut war der März: Hier gab es 3507 Übernachtungen mehr als 2012.

Die Premiumwanderwege, drei an der Zahl, seien gut frequentiert gewesen. Allerdings eher von Tagestouristen und Feriengästen auch umliegender Gemeinden wie Hagnau und Meersburg. Um eruieren zu können, wie viele Wanderer sich auf den zertifizierten Wegen tummeln, werden nächste Woche elektronische Zählgeräte, sogenannte „Trialmaster“, installiert. Auf Nachfrage von Alfons Viellieber (Markdorf), ob es Gedanken oder Visionen gebe, wie man die Tourismusgemeinschaft weiterbringen könne, sprach Bader davon, spezielle Angebote für Gruppen zu stricken. „Wir hatten zuletzt sehr viele Anfragen in diesem Bereich.“ Auch die Infrastruktur sowie Gastronomie vor Ort eigneten sich für größere Gruppen. Die Tourist Information plant themenorientierte (Stadt-)Führungen, die auf alle vier Mitgliedsgemeinden zugeschnitten seien. Eine Umsetzung ist aber erst 2015 möglich.

Kostenlos fahren mit Gästekarte

Geplant ist eine kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs mit der Gästekarte. Der Verkehrsverbund Bodo arbeite an einem Konzept, noch offen sei die Refinanzierung, so Georg Riedmann. „Wir lassen uns die Möglichkeiten Kurtaxe oder Fremdenverkehrsabgabe empfehlen“, ein externes Büro erarbeite diese. Klar sei, dass auf keinen Fall ein steuerfinanziertes Modell vertretbar sei.