Gründerpreis

Locker zu den nächsten großen Zielen

Markdorf / Lesedauer: 3 min

Bei SZ-Gründerpreis-Sieger Fullmo aus Markdorf steht neben der harten Arbeit auch Spaß an
Veröffentlicht:29.06.2012, 18:55
Aktualisiert:25.10.2019, 08:00

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Da sitzen sie nun, die Gewinner des Gründerpreises der Schwäbischen Zeitung. Noch einen Abend zuvor haben Markus Heggelbacher und Daniel Wetzel , die Geschäftsführer von Fullmo, aus den Händen von Wirtschaftsminister Nils Schmid im Friedrichshafener Dornier-Museum die Trophäe entgegengenommen. Am Freitagmittag arbeiten sie wieder in ihrem Betrieb für lineare und rotative Antriebstechnik, etwa für Schranken, an der Markdorfer Robert-Bosch-Straße.

Dass es hier locker zugeht, ist auf dem ersten Blick ersichtlich, als Wetzel barfuß die Tür öffnet und nach einer kleinen Einführung auf die ferngesteuerten Wagen im Regal zeigt. Diese nutzen die beiden Geschäftsführer sowie Oliver Heggelbacher und Bettina Weißpfennig, um in der Mittagpause vor dem Betriebsgebäude kleine Rennen auszutragen.

Start zum 21. Dezember 2008

Zum 21. Dezember 2008 haben Markus Heggelbacher und Daniel Wetzel Fullmo gegründet, weil sie zu diesem Zeitpunkt ihren ersten Vertrag abstauben konnten. 2009 starteten sie dann im Dachgeschoss des Elternhauses der Brüder Heggelbacher durch. Eine erste Besprechung mit möglichen Kunden fand auf dem Rastplatz „Hegau“ auf der A81 statt. „Ich wusste zuvor auch nicht, dass man dort einen Besprechungsraum mieten kann“, sagt Markus Heggelbacher.

Noch unkonventioneller war die Arbeit im und am elterlichen Haus. „Wir haben eine Schranke am Gemüsegarten meiner Eltern angedübelt. Meine Eltern waren cooler als ich es gedacht hatte“, erinnert sich Markus Heggelbacher. Mitte 2010 erfolgte dann der Umzug in die heutigen Räumlichkeiten an der Robert-Bosch-Straße. Und damit stieg auch der Umsatz der noch jungen Firma.

Im ersten vollen Geschäftsjahr 2010 erwirtschaftete Fullmo – das steht für Full Motion – 400 000 Euro, ein Jahr später waren es bereits 780000 Euro. Bis Juni diesen Jahres kamen schon 700 000 Euro zusammen. „Wir werden unser Ziel von einer Millionen Euro für dieses Jahr schaffen“, ist sich Markus Heggelbacher sicher. Seit Dezember 2011 beschäftigt Fullmo einen Vertriebsingenieur, Marcus Lau, der nur für die Akquise von Kunden zuständig ist.

Sony und Philips gehören zum Kundenkreis

Die Kunden von Fullmo kommen vor allem aus dem süddeutschen Maschinenbau. Fullmo-Produkte werden aber auch bis ins ostwestfälische Minden geliefert. Zu den prominentesten Kunden gehören laut Markus Heggelbacher Sony und Philips.

Auf die Idee, sich beim diesjährigen Gründerpreis der Schwäbischen Zeitung zu bewerben, kam Markus Heggelbacher „fünf vor zwölf“. Kurz vor Bewerbungsschluss habe er online alle nötigen Formulare ausgefüllt, schließlich war er überzeugt, dass sie „etwas vorweisen können“. Bereits 2010 hatte sich Fullmo für den Gründerpreis beworben, damals gingen sie aber noch leer aus. Der neuerliche Mut, am Gründerpreis teilzunehmen, wurde jetzt mit 5000 Euro und 5000 Euro Anzeigenwert belohnt.

Der Gründerpreis dürfte Ansporn sein, das Unternehmen weiter nach vorne zu bringen. Dazu soll das Geld in die Fullmo-Software investiert werden. Aber auch eine kleine Feier für ihre Kunden können sich Markus und Oliver Heggelbacher sowie Daniel Wetzel vorstellen. Bei dem Tempo, dass sie in den vergangenen drei Jahren vorgelegt haben, dürfte es nicht die letzte sein.