Ausstellungstitel

Künstlerisches Wiedersehen in Markdorf

Markdorf / Lesedauer: 2 min

Astrid Schröder und Hans Schüle stellen in der Stadtgalerie zum zweiten Mal gemeinsam aus
Veröffentlicht:14.09.2016, 18:37
Aktualisiert:23.10.2019, 12:00

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Hinter dem Ausstellungstitel „Open Space“ verbergen sich Werke der beiden Künstler Astrid Schröder und Hans Schüle . Ab Freitag, 16. September, können Besucher die Werke der beiden in der Markdorfer Stadtgalerie bestaunen.

Vor 20 Jahren, im Jahr 1996, haben Schröder und Schüle schon einmal gemeinsam ausgestellt. Die Absolventen der Akademie der Bildenden Künste in München organisierten damals eine Ausstellung in ihrem Studienort. „Wir haben vor 20 Jahren schon erkannt, dass sich unsere Werke ergänzen, weil sie in die gleiche Richtung gehen“, sagt Astrid Schröder.

Auch die Art zu arbeiten ist bei beiden ähnlich „Für mich ist das Mitwirken des Betrachters wichtig“, sagt Schröder „Bevor das Bild zu deutlich und zu gegenständlich wird, höre ich auf. Ich möchte Platz für eigene Gedanken lassen.“ Ihre Bilder entstehen, indem sie einen Pinsel an einem Lineal so lange über die Leinwand zieht, bis er keine Farbe mehr abgibt. Hans Schüle bezeichnet die Arbeit seiner Kollegin als „Zufälligkeit in der Perfektion“ und auch er sei in seinen Werken von Chaos und Ordnung getrieben. Bei seinen Skulpturen steht zuerst immer das Material, wie Edelmetall, Ringe, oder Rohrabschnitte, fest. Dann lotet er aus, wie sich das Material bewegen lässt und ob es seiner Formvorstellung standhält. „Erst wenn ich das letzte Teil angebracht habe, ist die endgültige Form der Skulptur sichtbar“, sagt Schüle. „Wir überlassen etwas dem Zufall, lassen Platz für eigene Gedanken. Deshalb heißt die Ausstellung ,Open Space’“, sagt er.

In Markdorf hängen die linearen, farbintensiven Zeichnungen von Astrid Schröder an den Wänden, während die Skulpturen von Hans Schüle im Raum stehen. Aber auch seine Werke sind teilweise an die Wände angebracht. „Bei meinen Werken gibt es kein richtig oder falsch. Man kann sie auch umdrehen und anders herum hinstellen oder auch aufhängen“, erklärt der Künstler. So kommt es, dass auch manche seiner Skulpturen an der Wand oder an einer Säule befestigt sind.

Die Ausstellung wird am Freitag mit einer Vernissage ab 20 Uhr eröffnet. Die Werke der beiden Künstler sind bis zum 28. Oktober in der Stadtgalerie zu sehen.