Varroamilbenbefall

Imker blicken auf schwieriges Jahr zurück

Markdorf / Lesedauer: 3 min

Varroamilbe macht Bienen weiter zu schaffen – Neuer Honigschleuderraum eingeweiht
Veröffentlicht:30.03.2016, 10:02
Aktualisiert:23.10.2019, 17:00

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Mauer Ertrag, Varroamilbenbefall und eine schlechte Entwicklung der Bienen: In der Hauptversammlung des Bezirksvereins für Bienenzucht Markdorf in Bermatingen hat der Vorsitzende Helmut Knäple auf ein schwieriges Bienenjahr zurückgeblickt.

Auch die Überwinterung der Bienenvölker sei 2014/15 nicht bei allen Imkern erfolgreich verlaufen, führte Knäple aus. Der Ertrag von Blütenhonig sei im vierten Jahr in Folge erneut schwach ausgefallen. Es konnten nur noch Sommertracht und Waldhonig geschleudert werden.

„Die lang anhaltende Hitze behinderte die Jungvölker durch Wassermangel in ihrer Entwicklung, sodass manche bis zum Herbst schwach blieben“, sagte der Vorsitzende. Der Befall der Varroamilbe sei bis zum Herbst sprunghaft angestiegen, was bei der Bekämpfung großen Beratungsbedarf sowie das Fachwissen der Imker erforderte. Eine für eine erfolgreiche Varroareduzierung erforderliche Brutfreiheit war durch das milde Wetter im Dezember ferner nicht gegeben. „Durch diesen Umstand werden viele Bienenvölker mit einem erhöhten Varroabefall in diesem Frühjahr in die neue Brutsaison starten“, erklärte der Vorsitzende des Imkervereins, der während der Hauptversammlung auch über die monatlichen Imkertreffen, in denen Aktuelles und Neues aus der Imkerei besprochen und vermittelt wird, berichtete.

Imkerzahl steigt stetig an

Auf Beschluss des Vorstands wurde 2015 ein Honigschleuderraum für Vereinsmitglieder gesucht, gefunden und letztlich auch realisiert (die Schwäbische Zeitung berichtete bereits). In Anbetracht der vielen neuen Imker im Verein, die sich ausrüsten müssen, ohne die erforderlichen Räumlichkeiten zu besitzen, sei es für den Verein eine logische Folge gewesen, einen Honigschleuderraum zur Verfügung zu stellen, der den strengen Hygiene-Anforderungen entspricht. Nach monatelanger Suche hat Bürgermeister Georg Riedmann einen Raum hinter der Tourist-Info zur kostenlosen Nutzung angeboten. Aus dem ehemaligen Schlachtraum zauberten die Mitglieder des Imkervereins „mit beispielhaftem Fleiß“, wie es im Eigenbericht heißt, in mehr als 200 freiwilligen Arbeitsstunden, einen sauberen, ansehnlichen Honigschleuder- Raum. Für das großzügige Überlassen des Raumes richtete der Vorsitzende Helmut Knäple im Namen des Vereins ein großes Dankeschön an die Stadt Markdorf und die vielen Sachspender. Mit dem Dank an alle aktiven Helfern beendete der Vorsitzende seinen Bericht unter großem Beifall.

Kassierer Werner Maunz informierte über die Bewegungen auf den Vereinskonten. Bedingt durch die Ausgaben für den Schleuderraum rutschte der Verein ins Minus, „das aber vertretbar sei bei diesem wichtigen Projekt“, heißt es vonseiten der Imker. Er zeigte eine Mitgliederentwicklung vom Jahre 2000 mit 50 bis heute auf 125 Mitgliedern auf.

Nach dem Tätigkeitsbericht der Schriftführerin Blanka Büsch entlastete der Kassenprüfer Berthold Karg den Vorstand.

Mit den Ehrungen langjähriger Vereinsmitglieder erlangte die Versammlung ihren Höhepunkt. Für zehnjährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Bruno Rothweiler und Markus Felix. Für 30 Jahre im Verein konnte der Kassierer Werner Maunz geehrt werden. Rolf Maier wurde durch einen Boten die Urkunde und Ehrennadel überbracht.

Der Tag der offenen Tür des Imkervereins Markdorf findet in diesem Jahr am 5. Mai statt. Auch bei den Ferienspielen will der Verein wieder mitmischen.