Familienforum

Doppeltes Jubiläum in Markdorf

Markdorf / Lesedauer: 3 min

Die Stadt feiert 30 Jahre Familientreff und 15 Jahre Mehrgenerationenhaus
Veröffentlicht:12.10.2022, 10:00

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Vor 30 Jahren ist der Vorgänger-Verein des Familienforums Markdorf gegründet worden, seit 15 Jahren gibt es das Mehrgenerationenhaus in Markdorf. Zahlreiche Gäste haben am Freitag das Doppeljubiläum in der Stadthalle gefeiert. „Wir sind stolz, dass wir die beiden Einrichtungen in Markdorf haben“, stellte Bürgermeister Georg Riedmann in seiner Ansprache fest. Er dankte dem Bund für die Förderung des MGH und dem Landkreis für die gute Zusammenarbeit im Bereich des Familientreffs.

Vor über 30 Jahren trafen sich einige Frauen, um Geburtsvorbereitungs-Lehrgänge zu initiieren, bald kamen Still- und Krabbelgruppen dazu, auch einige Mütter-Kind-Gruppen waren aktiv. Ein großes Problem, es fehlten eigene Räume, die Stadt wollte einen festen Ansprechpartner, also wurde der Verein der Eltern-Kind-Gruppen gegründet, wenige Jahre später folgte die Umbenennung in Familienforum. Die ersten Räume gab es unter dem Dach in der Zeppelinstraße. Damit bestand die Möglichkeit weitere Angebote zur Kinderbetreuung zu stellen, sei es ein Waldkindergarten oder die Betreuung für unter Dreijährige. Mit einigen Bildern erinnerten Irmgard Teske und Waltraud Zeller-Fleck an die ersten Aktionen und Angebote. Sie gehörten auch 2006 zu den treibenden Kräften, als es darum ging, dass sich die Stadt beim Bund um den Zuschlag für ein Mehrgenerationenhaus bewarb, der dann im Jahr 2007 erfolgte.

Als besonders gelungen bezeichnete Landrat Lothar Wölfle die Arbeit im Familientreff. Es sei nicht immer einfach für die Mitarbeiter des Jugendamtes, Kontakte zu knüpfen und ein niederschwelliges Angebot zu machen. Ferner habe der Kreis finanzielle Vorteile durch diese Arbeit, da frühzeitig Kinder, Jugendliche und Eltern angesprochen und Angebote gemacht werden können. Er dankte den vielen Ehrenamtlichen für ihre Arbeit und ihr Engagement, er forderte sie auf: „Weiter so.“

Im Gemeinderat sei das MGH mal als „Gemischtwaren-Laden“ bezeichnet worden, sagte Bürgermeister Georg Riedmann. Er sehe das nicht als Kritik, sondern als Beschreibung für die vielen Angebote und Projekte für alle Generationen, die im MGH zu finden sind. Das MGH-Team sei besonders aktiv im Aufspüren von neuen Förderprogrammen, die dann erfolgreich in Markdorf umgesetzt werden. Es sei gelungen, ein Netzwerk aufzubauen, ebenso seien zahlreiche Kooperationen eingegangen worden. Ein Zeichen sei auch die Flexibilität und die Schnelligkeit der Mitarbeiter, wenn es darum geht, Menschen zu unterstützen, die Hilfe benötigen.

Nach der Corona-Krise gelte es, den Menschen wieder mehr Teilhabe, mehr Kontakte und mehr Miteinander zu ermöglichen, wünschte sich Landes-Sozialminister Manne Lucha, der per Video in der Stadthalle zugeschaltet war. Es gelte, die Lebenswelt so zu gestalten, dass jeder gut leben kann.

Die finanzielle Förderung des Bundes sei im MGH Markdorf gut investiert, stellte Volker Mayer-Lay, MdB im Bodenseekreis, fest. In Markdorf seien überdurchschnittliche viele Menschen im MGH bürgerschaftlich engagiert. Positiv sei die Flexibilität, es werden rasch Angebote geschaffen, wenn es darum geht, Menschen zu helfen, so den Ukraine-Flüchtlingen. Das Motto des MGH „miteinander – füreinander“ sei heute wichtiger denn je. Zwischen den Reden gab es Einlagen von MGH-Gruppen, so sang der Chor, eine Schülergruppe sorgte für Lockerungsübungen für die Gäste und es wurde ein Tanz vorgeführt.