Mehrgenerationenhaus

Neues Projekt im Mehrgenerationenhaus soll Ausgrenzung entgegenwirken

Markdorf / Lesedauer: 2 min

Neues Projekt im Mehrgenerationenhaus Markdorf – Start ist am 9. Dezember
Veröffentlicht:27.11.2022, 16:59

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Die Verantwortlichen im Mehrgenerationenhaus (MGH) starten derzeit ein neues Projekt. Unter der Überschrift „Dabei – Demokratie Armut Beteiligung Empowerment (Befähigen) Impulse“ sollen Menschen angesprochen werden, die aufgrund ihrer finanziellen Lage kaum oder gar nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Das erste Treffen ist am Freitag, 9. Dezember ab 15 Uhr im MGH. Eingeladen sind alle Betroffenen und Menschen, die sich einbringen wollen. Der Auftrag des MGH ist es, aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und Angebote dafür zu schaffen. Das sei der Kernauftrag, sind sich die Leiterinnen Renate Hold und Christin Jungblut einig. Deshalb haben sie sich im Frühjahr bei dem Programm DABEI des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg beworben. Inzwischen haben sie den Zuschlag erhalten. Damit verbunden: ein finanzieller Zuschuss von 15 000 Euro.

Mit dem Geld können Impulse gesetzt werden, um erwachsenen Menschen, die von Armut betroffen sind, wieder eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, erklärt Hold. Leiterin des Projektes ist Berta Arjona. Die pädagogische Begleitung übernehmen Renate Hold und Christin Jungblut , als bürgerschaftlich Engagierte ist Irmgard Teske mit dabei.

Laut Statistischem Landesamt sind in Markdorf rund 2500 Bürger armutsgefährdet. Diese sollen wieder in die Gesellschaft zurückgeholt werden, so Jungblut. Mit dem Ziel wieder eine kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Zudem sollen demokratische Strukturen erfahrbar und erlebbar gemacht werden. Deshalb ist an einen Besuch einer Gemeinderatssitzung oder an einen Besuch des Landtages gedacht. Ferner soll es Angebote für eine aktive Gesundheits-Vorsorge geben.

Im Rahmen eines ersten Treffens wollen die Initiatorinnen erfahren, was gebraucht wird und welche Bedürfnisse die Einzelnen haben. Ebenso sollen Ideen für Aktionen und Aktivitäten gesammelt werden. Sich arm zu fühlen sei kein Stigma, erklärt Hold, sondern ein gesellschaftlicher Fakt. Die Teilnehmer sollen motiviert werden, ihre Situation zu verbessern.