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Altes Feuerwehrhaus wird platt gemacht

Markdorf / Lesedauer: 3 min

Altes Feuerwehrhaus wird platt gemacht
Veröffentlicht:30.05.2011, 18:45

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Am großen Festwochenende der Feuerwehr hat es noch einmal dazu gedient, Fahrzeuge für die historische Schau am Sonntag unterzustellen, doch nun hat das letzte Stündlein des alten Feuerwehrhauses geschlagen. Am Montag rückte die Firma Herter aus Salem mit schwerem Gerät an, um das Gebäude aus den 1970er-Jahren platt zu machen. Das geschieht allerdings nicht mit einem einzigen gewaltigen Rumms, sondern nach und nach. Wie Stadtbaumeister Thomas Kuntosch berichtet, werden zunächst unterschiedliche verbaute Materialien getrennt und entsorgt – oder gegebenenfalls sogar wiederverwendet. Bis zum Stadtfest (24. bis 26. Juni) sollen die Abbrucharbeiten abgeschlossen sein. „Dann können wir das Grundstück eventuell noch als Parkfläche nutzen“, so Kuntosch.

Zwei Wochen später sollen dann die Kanalsanierungsarbeiten in der Gehrenbergstraße beginnen (schwäbische.de hat berichtet). Von deren Verlauf wird es abhängen, wann die Bauarbeiten für die zwei neuen Wohn- und Geschäftshäuser auf dem ehemaligen Feuerwehrareal beginnen. „Wir können erst danach anfangen, weil wir sonst keine Zufahrt zur Baustelle haben“, sagt Alexander Weber , Geschäftsführer der Betz & Weber Baupartner GmbH.

Wie es mit diesen Sanierungsarbeiten voran geht, hängt wiederum davon ab, was mit den beiden alten Häusern in der Gehrenbergstraße 4 und 6 passiert – sprich: ob der Gemeinderat beschließt, Geld dafür auszugeben, die Häuser während der Bauarbeiten zu sichern, oder ob sie ebenfalls abgerissen werden. „Im Idealfall beginnen wir mit dem Neubau im Herbst. Falls das nicht klappt, fangen wir nächstes Jahr im Frühling an“, so Weber.

Der Bauantrag werde derzeit vorbereitet. Nach den intensiven Vorberatungen im Gemeinderat, dürfte die Genehmigung dann nur noch Formsache sein. Entstehen sollen auf dem alten Feuerwehrareal zwei neue Gebäude mit insgesamt 22 Wohnungen und zwei gewerbliche Einheiten.

Möglicherweise wird die Planung allerdings nochmal modifiziert, indem im vorderen Teil des Kopfgebäudes nicht nur das Erdgeschoss, sondern eventuell auch das erste und zweite Obergeschoss für eine gewerbliche Nutzung geplant werden. Laut Weber liegen bereits mehrere Anfragen von Interessenten dafür vor.