Umbauarbeit

Schloss Montfort: Renaissance eines ehrwürdigen Kellers

Langenargen / Lesedauer: 2 min

Renovierungen und ein neues Veranstaltungskonzept sollen Alleinstellungsmerkmale der Anlage stärken
Veröffentlicht:29.11.2013, 17:10
Aktualisiert:24.10.2019, 19:00

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Der ehemalige „Club Hugo“ im Keller des Schloss Montfort ist seit September dieses Jahres Geschichte. Derzeit laufen umfangreiche Sanierungs- und Umbauarbeiten, um im April 2014 mit einem neuen Konzept die Räumlichkeiten für die Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.

Über einen Zeitraum von elf Jahren war die Einrichtung Anlaufpunkt für Gäste aus Nah und Fern, um unterhaltsame Stunden zu angesagter Disco-Musik inmitten historischer Gemäuer zu erleben. Mangelnde Schalldämmung, vermehrte Beschwerden seitens der Nachbarn, ein nicht ausreichendes Brandschutzkonzept, Veränderungen bei den „GEMA-Bestimmungen“, ein wachsendes Aggressionspotential seitens vereinzelter Gäste aber auch die Beeinträchtigung im laufenden Betrieb im Erd- und Obergeschoss führtennun zu einem Umdenken.

Komplett neues Angebot

Schlosspächter Michael Gürgen , der das gesamte Anwesen seit 15 Jahren von der Gemeinde gepachtet hat, sieht seit geraumer Zeit Handlungsbedarf: „Das ehrwürdige Schlossambiente muss sich auch im Keller wieder finden. Wir werden das alte Untergeschoss mit seinen tollen Möglichkeiten stilgerecht, modern aber stimmig für die Öffentlichkeit wieder zum Leben erwecken. Dazu gehöre auch ein begehbares Weinlager im Gewölbekeller“. Bürgermeister Achim Krafft wie auch die Vertreter der Gemeinde sind nun guter Dinge: „Wir freuen uns, künftig ein komplett neues, vor allem aber einmaliges Angebot unseren Gästen bieten zu können. Wir reden hier von einem absoluten Alleinstellungsmerkmal“, sagte Krafft.

Brandschutz großes Thema

So werde man seitens der Gemeinde die eigentlichen bau- und sicherheitsrelevanten Themen angehen und übernehmen, wobei der Brandschutz an erster Stelle stehen werde. „Auch Statik- und andere substantielle gebäudetechnische Fragen werden in diesem Zusammenhangmit der Denkmalschutzbehörde, erörtert und gelöst werden“, so der Bürgemeister zur Schwäbischen Zeitung.

Auf fünf Säulen basiert das künftige Konzept von Michael Gürgen. Der Mittwoch und Donnerstag soll als fester Veranstaltungstag mit verschiedenen Angeboten wie beispielsweise Jazz und Fingerfood, Lesungen, Konzerten oder auch Kleinkunstveranstaltungen angeboten werden. Der Freitag soll allen Tanzwütigen gewidmet werden. „Hier wünschen wir uns eine Zielgruppe die gerne tanzt und in einem gepflegten Rahmen die neu gestaltete Bar samt der traumhaften Terrasse im Untergeschoss genießen will“, erklärte Gürgen.

Am Samstag heißt es dann nicht nur „in vino veritas“: Eine erlesende Weinkarte sowie ein umfangreiches Barangebot, Whisky- sowie Digestifpräsentationen sollen auch im Freien mit Lounge-Charakter und Barmusik den Flair des Schloss Montfort gebührend untestreichen. „Selbstverständlich können die Räumlichkeiten auch für Veranstaltungen mit bis zu 120 Gästen angemietet werden“, unterstreicht der Schlosspächter.