Fahrzeug

Rollendes „Sofa“ nimmt in Langenargen Fahrt auf

Langenargen / Lesedauer: 2 min

Sozialer Fahrdienst in der Seegemeinde hat noch Kapazitäten frei – Neues Fahrzeug kommt 2019
Veröffentlicht:28.12.2018, 16:54
Aktualisiert:22.10.2019, 13:00

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Der soziale Fahrdienst in Langenargen kommt in Fahrt. „Sofa“, wie das Projekt gerne genannt wird, hat seit seinem Start im Oktober dieses Jahres rund 100 Fahrten hinter sich und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Die rollende Einrichtung fährt Senioren ab 70 Jahren und hilfsbedürftige Personen mit Schwerbehindertenausweis (Ausnahmen sind möglich) vor allem innerorts zu Ärzten, Banken, Geschäfte, öffentliche Einrichtungen oder auch zum Friedhof.

„Wir haben in Langenargen den Bedarf erkannt, diesen ermittelt und ein Konzept auf den Weg gebracht, dass aufgeht und sehr gut angenommen wird“, sagte die Seniorenbeauftragte der Gemeinde Langenargen, Annette Hermann im Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung.

Als vor zweieinhalb Jahren ein Arbeitsausschuss ins Leben gerufen wurde, der sich unter anderem mit dem Thema Mobilität im Alter auseinandergesetzt hat, war nicht unbedingt klar, wie sehr sich ältere Menschen in Langenargen eine Möglichkeit wünschen würden, einfach, günstig und unbürokratischvon vor allem innerorts von A nach B zu kommen. „,Sofa’ versteht sich als ein ergänzendes Angebot zum öffentlichen Personennahverkehr. Unser Angebot bringt Menschen zu den wichtigsten Einrichtungen innerhalb unserer Gemeinde, aber auch nach Tettnang, Weingarten, Ravensburg, Wangen, Lindau oder Friedrichshafen, wenn es sich beispielsweise um Arztbesuche handelt. Dabei werden unsere Fahrgäste nach erfolgter Anmeldung in unserer Zentrale, vor der Haustüre abgeholt“, so Hermann.

Ziel sei es, die Mobilität der Zielgruppe zu erhöhen und zu fördern, wobei das Projekt zunächst nur dienstags und donnerstags von 8 bis 18 Uhr nutzbar sei. Man müsse, so Hermann, Erfahrungen und Erkenntnisse sammeln und auswerten, um schließlich das Angebot bedarfsorientiert weiter zu entwickeln. Auf jeden Fall habe man laut Annette Hermann noch Transportkapazitäten frei, auch wenn die Anzahl der Aufträge stetig zunehme. Um künftig auch Rollstuhlfahrer transportieren zu können, erhält „Sofa“ im ersten Quartal des kommenden Jahres übrigens ein neues, entsprechend umgerüstetes Fahrzeug, welches auch in punkto Flexibilität mehr Möglichkeiten bieten solle.

Finanziell und organisatorisch getragen wird „Sofa“ durch die Gemeinde Langenargen. „Für das Projekt konnten wir in kurzer Zeit zwölf ehrenamtliche Fahrer gewinnen. Insgesamt arbeiten inzwischen 15 Bürger beim sozialen Fahrdienst, der von allen Seiten sehr positiv angenommen wird. Mein Dank gilt im Besonderen unseren unentgeltlich wirkenden Fahrern für deren tollen Einsatz“, sagt die Langenargener Seniorenbeauftragte.