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Raus auf den See

Wassersporthäfen sind bereit für die neue Saison

Kressbronn / Lesedauer: 3 min

Das zähe Warten hat für die vielen Hobby–Kapitäne am Bodensee ein Ende. Im Langenargener Gemeindehafen bereitet allerdings der Wasserstand Probleme.
Veröffentlicht:13.04.2023, 10:00

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Das Gohrener Wasserportzentrum Ultramarin Meichle + Mohr, der BMK–Yachthafen in Langenargen, aber auch die kleineren Gemeindehäfen sind für die anstehende Saison bestens gerüstet.

In den Marinas wurden die langen Wintermonate genutzt, um die Infrastruktur für die Wassersportler weiter zu optimieren, Reparaturen an den Steganlagen vorzunehmen oder auch die Technik auf Vordermann zu bringen.

Das zähe Warten hat für die vielen Hobby–Kapitäne am Bodensee ein Ende. Traditionell kurz vor oder während der Osterferien gilt es für die Eigner, ihre Schiffe rechtzeitig zu Wasser zu bringen, um die ersten schönen Tage an Bord genießen zu können.

Damit nach der langen Pause alles reibungslos läuft, gibt es für die Teams in den Häfen einiges zu tun. Immerhin finden in den beiden großen Marinas in Gohren und in Langenargen mehr als 2000 Schiffe an den Steganlagen ihren Platz.

Arbeitsreiche Zeit

Für alle Mitarbeiter ist die vor allem die Hauptsaison eine extrem arbeitsreiche Zeit, wie die zuständigen Hafenmeister und Verwaltungsverantwortlichen berichten.

Aufgrund des niedrigen Wasserstands können viele Boote nicht in den Gondel- und Gemeindehafen Langenargen einfahren.
Aufgrund des niedrigen Wasserstands können viele Boote nicht in den Gondel- und Gemeindehafen Langenargen einfahren. (Foto: Andy Heinrich)

So stehen im Sommer die Liegeplatzverwaltung und Organisation der Hafenlogistik, die tägliche Kontrolle und das Instandhalten der Steganlagen, das Ein– und Auskranen, der Tankdienst oder die Vergabe von Gastliegeplätzen an.

Im Winter werden zusätzliche Reparaturen und Sanierungsmaßnahmen erledigt. Kurz vor Saisonstart gilt es zudem, Grundreinigungen vorzunehmen, „damit der Hafen wieder im vollen Glanz erstrahlt“, wie die Hafenleiterin beim BMK–Yachthafen, Angela Mesmer, berichtet.

Schnelles Internet am Steg

Während sich die Wassersportler in Gohren unter anderem auf neue Terminals zur Gästeanmeldung und moderne Absauganlagen freuen können, gibt es laut Mesmer nun auch im BMK turboschnelles Internet: „An drei neu sanierten Steganlagen wird das High–Speed–Internet via Glasfaser ab dieser Saison verfügbar sein. Die Plätze sollen sukzessive angebunden werden.“

Die wichtigsten Erneuerungen und Arbeiten im Gemeindehafen in Langenargen erklärt Harald Thierer: „Im Bereich der Südseite wurde die Stromversorgung umgesetzt, die notwendige Ausbaggerung der Hafenrinne und der Einfahrt konnte bereits im Herbst durchgeführt werden. Innerhalb der nächsten Wochen soll nun auch die Sanierung des Dammhäusles abgeschlossen sein“, so der Hafenleiter.

Leider habe man, im Gegensatz zu den benachbarten, großen Häfen, derzeit Probleme mit dem Wasserstand im Hafenbecken selbst. Demnach sei man für Boote mit größerem Tiefgang noch nicht anlaufbar.

Nur an Einheimische

Das Interesse an Liegeplätzen ist offenbar ungebrochen. Ultramarin–Hafenmeister Hubert Grassel: „Die Nachfrage ist weiter sehr hoch. Vereinzelt werden Plätze altersbedingt oder aus gesundheitlichen Gründen abgegeben.“

Wie auch in anderen Häfen am Bodensee sind Wasserliegeplätze im BMK-Yachthafen Langenargen sehr gefragt.
Wie auch in anderen Häfen am Bodensee sind Wasserliegeplätze im BMK-Yachthafen Langenargen sehr gefragt. (Foto: Andy Heinrich)

Ähnlich sieht es im BMK–Yachthafen und in den kommunalen Häfen aus: „Die Menge der vorgemerkten Bewerber übersteigt bei Weitem die Anzahl der zu Vergabe stehenden Liegeplätze“, stellt Angela Mesmer fest.

Harald Thierer berichtet: „Eine Vergabe erfolgt bei uns ausschließlich an Einheimische, eine Vererbung ist nicht möglich. Wer sich auf die Warteliste setzen lässt, braucht viele Jahre Geduld“, betont der Hafenchef.