Messerattacke

Mann stirbt nach Messerattacke: Jetzt liegt das erste Obduktionsergebnis vor

Kressbronn / Lesedauer: 2 min

Die Polizei hat die Spurensicherung in Kressbronn abgeschlossen. Der mutmaßliche Täter hat einen Menschen getötet und fünf weitere verletzt. Die Verletzten schweben nicht mehr in Lebensgefahr.
Veröffentlicht:29.06.2022, 15:45

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Nach dem Messerangriff in einer Gemeinschaftsunterkunft in Kressbronn am Sonntagabend ist die Leiche des getöteten 38-jährigen Bewohners am Dienstag von Rechtsmedizinern obduziert worden. Vorbehaltlich des noch zu erstellenden Gesamtgutachtens ergab sich dabei, dass offenbar eine Stichverletzung im Brustbereich zum Tod des Syrers geführt haben dürfte. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung des Polizeipräsidiums und Staatsanwaltschaft Ravensburg hervor.

Von den fünf Verletzten schwebt zwischenzeitlich niemand mehr in Lebensgefahr, drei von ihnen befinden sich jedoch weiterhin im Krankenhaus. Vier der Verletzten hatten selbst in der Asylbewerberunterkunft gewohnt, eine verletzte Frau war zur Tatzeit dort zu Besuch.

Ein 31-jähriger, aus Nigeria stammender Bewohner der Unterkunft soll am Sonntag kurz vor 22 Uhr an Zimmertüren geklopft und dann wahllos mit einem Messer auf Frauen und Männer eingestochen haben. Nach der Bluttat hatte sich der mutmaßliche Täter vor dem Gebäude ohne Gegenwehr von der Polizei festnehmen lassen. Mittlerweile befindet er sich in Untersuchungshaft.

Nach wie vor sind Ermittlungsteams der Kriminalpolizeidirektion Friedrichshafen damit beschäftigt, die Beteiligten zu vernehmen. Die Ermittlungsmaßnahmen gestalten sich sehr umfangreich. Polizei und Staatsanwaltschaft berichten ferner von Betreuungsmaßnahmen in Abstimmung mit dem Landratsamt des Bodenseekreises.

Spurensicherung abgeschlossen

Die Spurensicherungsmaßnahmen in den betroffenen Gebäuden sind am Dienstagnachmittag abgeschlossen worden, sodass die beiden Gebäude der Unterkunft zwischenzeitlich wieder freigegeben werden konnten. Insgesamt stehen dort 55 Plätze zur Verfügung, von denen zur Tatzeit 46 belegt waren.