Kultur

Neue Kleinkunstbühne in Kluftern geplant

Kluftern / Lesedauer: 2 min

Martin Hattenberger plant eine neue Kleinkunstbühne und hat damit einiges vor. Seine Ideen erzählt er auch im Ortschaftsrat.
Veröffentlicht:24.01.2023, 10:00

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Martin Hattenberger ist nicht nur Zauberer. Er arbeitet für den SWR in Friedrichshafen, kommt von der Ostalb und lebt mit seiner Familie seit drei Jahren in Kluftern. Da will er jetzt eine Kleinkunstbühne ins Leben rufen, die den Klufterner Bürgern Kultur bieten soll, die auch für den kleinen Geldbeutel geeignet ist.

In der Branche ist er kein unbeschriebenes Blatt. In seiner bisherigen Heimat Heidelberg hat er bereits rund 30 Singer-Songwriter-Konzerte veranstaltet und sich auch sonst in der Kulturszene engagiert. Mit seinem beruflich bedingten Umzug nach Kluftern war für ihn schnell klar, hier auch etwas auf die Beine stellen zu wollen. Hört man seinen Erzählungen zu seinen Plänen zu, wird schnell klar, dass er sich ein wenig in diesen Ort verliebt hat. Und den Kluftingern will er etwas bieten. Viermal im Jahr, eine Veranstaltung pro Quartal und das im Wechsel von Musik, Comedy oder Lesungen und ähnliches. Eine Kluftinger Zaubergala ist bereits geplant.

Künstler, die sonst nicht kommen

„Ich möchte hier Künstlerinnen und Künstler zeigen, die hier nie von sich aus gespielt hätten“, sagt er und meint damit, einen guten Mix qualitativ hochwertiger Leute zu präsentieren, die man sonst in einem Ort wie Kluftern nicht zu sehen bekommt. Ihm geht es darum, dass auch Menschen mit weniger Geld sich eine Kulturveranstaltung leisten können. Seine Eintritts- und Ticketpreise sollen entsprechend niedrig gehalten werden – eben so, dass die Künstler ihre Gage bekommen. Er selbst und seine Helfer wollen nichts an der Bühne verdienen.

Bürgerschaftliches Engagement

Und das macht das Projekt auch förderungsfähig, er wird seine Ideen am Donnerstag in der Sitzung des Klufterner Ortschaftsrates vorstellen. Der Fördertopf, der in Aussicht steht, stammt aus dem Förderbudget „Bürgerschaftliches Engagement“ der Stadt Friedrichshafen. Sollte er da aufgenommen werden und sein Projekt gefördert werden, gäbe ihm das nicht nur wirtschaftliche Sicherheit, sondern garantiere auch niedrige Ticketpreise, wie er sich das vorstellt.

Martin Hattenberger will pro Auftritt zehn Karten kostenlos zur Verfügung stellen – für Menschen, die sich Kultur sonst nicht leisten könnten. Und wichtig ist ihm auch die Kooperation mit den örtlichen Vereinen, die bei seinen Veranstaltungen, die im Bürgerhaus stattfinden sollen, die Bewirtung übernehmen sollen.