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Trainerwechsel

SV Kehlen trennt sich von Domingos Manzambi

Kehlen / Lesedauer: 5 min

Das Tabellenschlusslicht der Fußball-Bezirksliga hat auf die anhaltende Talfahrt reagiert. Vorerst wird der Co-Trainer die Kehlener Mannschaft betreuen.
Veröffentlicht:19.10.2023, 12:17

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Vor dem 12. Spieltag gibt es in der Fußball-Bezirksliga den ersten Trainerwechsel. Der Tabellenletzte SV Kehlen hat auf die anhaltende Talfahrt reagiert und sich von Trainer Domingos Manzambi getrennt. Einvernehmlich wie der Verein bekanntgab. Co-Trainer Dennis Horvat wird die Mannschaft bis auf Weiteres betreuen.

Domingos Manzambi übernahm den vom Abstieg bedrohten SV Kehlen in der Rückrunde der vergangenen Saison am 20. Spieltag zusammen mit Jonas Klawitter und schaffte mit ihm den Klassenerhalt. Im Sommer galt es einen größeren Umbruch zu bewältigen. Mit Jonas Klawitter, Luka und Marko Föger verabschiedeten sich unter anderem drei Säulen des Teams. Der Saisonstart ist missglückt: Noch ohne Sieg und mit nur drei Punkten steht der SV Kehlen auf dem letzten Tabellenplatz. „Domingos hatte vor der Saison eine ganz schwierige Ausgangssituation“, sagt SVK-Pressewart Josef Kesenheimer.

„Die Mannschaft ist und war bezirksligatauglich und konkurrenzfähig. Wir hatten aber nie das komplette Team beieinander“. Dies führte laut Kesenheimer zu Verunsicherung innerhalb der Mannschaft, „die Abteilungsleitung musste reagieren und will damit einen neuen Impuls setzen“, sagt er. Dennis Horvat wird den SV Kehlen zum ersten Mal bei der TSG Ailingen (Sonntag, 16 Uhr) betreuen.

TSG Ailingen kassiert zu viele Gegentore

Kevin Rentel, Torhüter der TSG Ailingen, wurde in den letzten beiden Spielen von seinen Vorderleuten sträflich im Stich gelassen. Was zu Hause gegen Mochenwangen noch klappte, nämlich bei drei Gegentoren eines mehr zu schießen, funktionierte gegen Meckenbeuren nicht. Fünfmal musste Renkel den Ball aus dem Netz holen. „Das Spiel gegen Kehlen ist für uns ein Schlüsselspiel“, sagt Trainer Daniel Di Leo. „Bleiben wir im Mittelfeld oder geht’s in der Tabelle nach unten?“

Aufsteiger SV Vogt ist nach wie vor ungeschlagen. „Das konnte keiner vorausahnen, dass wir so einen Start hinlegen“, freut sich Trainer Emil Petca nach der Zurückeroberung der Tabellenspitze. Als Aufsteiger habe man normalerweise immer Druck, „den spüre ich allerdings bei meinen Spielern nicht“, verrät Petca, „im Gegenteil.“ Nach zehn Spielen ohne Niederlage steige das Selbstbewusstsein von Spiel zu Spiel. Von neuen Zielen will der Vogter Trainer aber weiterhin nichts wissen. „Wir wollen die Hinrunde maximal ausbeuten, umso entspannter können wir dann die Rückrunde angehen“, sagt Petca, der die anstehende Aufgabe gegen den TSV Ratzenried nicht als Pflichtaufgabe sieht.

Erste Niederlage für den FC Leutkirch. „Für uns war es ein gebrauchter Tag“, sagt Trainer Roman Hofgärtner über das 0:3 gegen die SGM Unterzeil/Seibranz. Leutkirch sei nie ins Spiel gekommen, „was aber auch dem Gegner geschuldet war“. Beim SV Kressbronn, „die schwer zu bespielen sind“ wolle der FC neue Serie starten. „Wir haben derzeit viele verletzte Spieler“, klagt SV-Trainer Mico Susak. Die Hälfte der bisherigen Spiele beendete Kressbronn mit einer Punkteteilung. „Wir spielen immer auf Augenhöhe, lassen aber viele Chancen fahrlässig liegen“, sagt Susak, „das ist ein Lernprozess.“

So hat der SV Oberzell das freie Wochenende genutzt

Einige Spieler halfen bei der zweiten Mannschaft aus, andere legten einen Kurzurlaub ein oder die Füße hoch und ein Großteil spielte Padel beim TC Ravensburg. „Wir nutzten die spielfreie Zeit um den Kopf freizubekommen“, sagt Trainer Daniel Hörtkorn vom SV Oberzell, vor der schwierigen Heimaufgabe gegen den Dritten VfL Brochenzell. „Uns erwartet eine kampfstarke Truppe, es kann ein sehr unangenehmes Spiel werden“, sagt Hörtkorn. VfL-Coach Yasin Erdem und sein Team spielen derzeit konstant gut. „Wenn Oberzell einen guten Tag erwischt, wird es schwierig sein was zu holen. Haben wir einen guten Tag, ist alles möglich“, so Erdem.

Die SGM Unterzeil/Seibranz hat am vergangenen Spieltag Spitzenreiter Leutkirch gestürzt. „Bis auf den verschossenen Strafstoß zu Beginn des Spiels haben wir keine Fehler gemacht“, sagt SGM-Trainer Samir Ibisevic, „und den Beweis geliefert, das in dieser Liga jeder jeden schlagen kann“. Die SGM hat nach sechs sieglosen Partien, „den Bock umgestoßen“, sagt Ibisevic. Selbiges gelang auch dem nächsten Gegner der SGM, dem TSV Tettnang, der am vergangenen Spieltag ebenfalls eine Durststrecke von fünf Spielen ohne Sieg beendete.

„Wir haben ein Mentalitätsproblem“, sagt Nico Bruno, Trainer des SV Weingarten, vor dem Derby gegen den Vierten SV Mochenwangen. Das Punktesammeln fällt schwer. „Ein Spiel überragend, dann mal wieder Katastrophe“, klagt Bruno.

SG Argental muss die Kurve bekommen

Erschreckend die Bilanz der vergangenen fünf Begegnungen: Null Punkte, 22 Gegentore. „Wir machen zu viele eklatante Fehler“, kritisiert Trainer Bruno Müller von der SG Argental, „und unsere Gegner leben davon.“ Dazu gesellte sich laut Müller auch noch Pech dazu. „Einige Spiele haben wir aber klar verloren“, gibt Müller zu. „Wir haben einen Negativlauf und müssen schauen, dass wir den Anschluss nicht verlieren, die Qualität haben wir.“ Müller ist zuversichtlich, dass die SG die Kurve wieder kriegt. Am besten schon gegen einen angeschlagenen SV Maierhöfen-Grünenbach. Der beste Saisonstart der Allgäuer in der Bezirksligageschichte hat nach drei Niederlagen in Folge ordentlich Kratzer bekommen. „Wir müssen es wieder schaffen, unser Spiel über 90 Minuten durchzubringen“, meint SV-Trainer Alex Odemer.

Der TSV Meckenbeuren bewegt sich seit Saisonbeginn im Mittelfeld. „Wir könnten mehr Punkte haben“, sagt Trainer Steve Reger, „durch die personellen Probleme die wir haben, stehen wir aber recht gut da.“ Beim 5:4-Sieg gegen Ailingen habe der TSV den Zuschauern ein spektakuläres Spiel geboten, „da wird sich so mancher noch lange daran erinnern“, sagt Reger vor dem Gastspiel bei der SG Baienfurt, dessen Intermezzo auf einem Nichtabstiegsplatz ein kurzes war.