Rathausplatz

Wo es gemütlich ist, lässt man sich nieder

Immenstaad / Lesedauer: 3 min

Beim 38.Weinfest herrscht wieder weinselige Stimmung – Künstlermarkt etabliert sich
Veröffentlicht:31.08.2014, 18:08
Aktualisiert:24.10.2019, 10:00

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Die einheimischen Winzer und Vereine haben wieder einmal ganze Arbeit geleistet und den Rathausplatz in ein gemütliches Weindorf verwandelt. Dort wurde am Samstag und Sonntag das mittlerweile das 38. Weinfest gefeiert. Bei einem reichhaltigen Angebot einheimischer Spezialtäten, köstlichen Weinen von den umliegenden Weinbergen und Musik saßen die Gäste – darunter auch in diesem Jahr wieder viele Touristen – gemütlich unter Bäumen und Sonnenschirmen zusammen. Vor allem am Samstagabend gab es bereits eine Stunde nach der offiziellen Eröffnung keine Sitzplätze mehr.

Wolfgang und Siegrid Schmelz im Saarland machen bereits zum dritten Mal Urlaub am Bodensee. „2004 sind wir gleich am ersten Abend unseres Urlaub auf dem Immenstaader Weinfest gelandet“, sagt Wolfgang. Es sei einfach schön hier.

Hier ist es schön familiär

Dieser Meinung sind auch Joachim und Dagmar Kühne aus der Porzellanstadt Meißen, die vor 23 Jahren zum ersten Mal Urlaub in Immenstaad gemacht hatten. Meißen sei auch das nördlichste Weingebiet Deutschlands, weiß Dagmar Kühne. In ihrer Heimatstadt gebe es ein großes Weinfest über eine ganze Woche lang, erzählen sie. „Hier hat aber alles einen familiären, gemütlichen Charakter“, findet Joachim und stößt mit einem Glas Rose mit seiner Frau auf schöne Urlaubstage an. Marion Riegger aus Tannheim im Schwarzwald heiratet im September und feiert deshalb mit ihren sechs Freundinnen den Junggesellinnenabschied. Aber wie hat es sie dabei gerade nach Immenstaad verschlagen? „Wir haben im Internet nach einem Weinfest am Bodensee gesucht, einen Bus gechartert und hier runter gefahren“, erzählt die Braut.

Alle zusammen können sich dann von dem köstlichen Angebot an Weinen von den Weinbergen rings um Immenstaad überzeugen. „In diesem Jahr haben wir eine trockenen Bachus sowie einen Müller-Thurgau neu im Angebot“, sagt Hubert Lehle, einer von insgesamt 14 Winzern.

Zum offiziellen Auftakt hat Bürgermeister Jürgen Beisswenger den angenehmsten Job, denn er wird bei dem Rundgang durch das Weindorf von der Weinprinzessin Isabel Schley aus Daisendorf begleitet. Musikalische Unterstützung für das Paar gibt es von der Truppe „Aufgehts“- ein bunt zusammengewürfelter Haufen begeisterter Immenstaader und Kippenhausener Musiker.

„Um 01.30 Uhr sind die Leute in einer lauen Sommernacht mit guter Stimmung immer noch gesessen“, weiß Ruth Höft. Kurze Nacht für die fleißigen Helfer, um den Platz wieder in Ordnung zu bringen, denn um 11 Uhr geht es mit dem Frühschoppenkonzert mit der gastgebenden Musikkapelle schon wieder weiter. Zwar ist der Himmel bedeckt aber bei noch trockenem Wetter strömen die Leute zur Mittagessenzeit schon wieder von allen Seiten in das Weindorf. Viele haben zuvor einen Abstecher zum Künstlermarkt gemacht.

Künstlermarkt hat sich etabliert

Bürstenmacher Besen-Paule &Enkel aus Waldachtal-Lützenhardt, Mitzi Mog von der Silberschmiede in Baiersbronn und natürlich Töpferin Bettina Güttinger aus Isny, die auch zugleich Veranstalterin ist, gehören zu den rund 20 Künstlern, die auch in diesem Jahr wieder ihrer Zelte am Laufsteg zum jetzt bereits 3. Künstlermarkt aufgeschlagen haben. „Die Entscheidung, in diesem Jahr noch den Samstag mit dazu zu nehmen hat sich gelohnt“ stellt Bettina Güttinger fest. Das Interesse an Töpfereien, Schmuck, Seidenkunst oder auch Drechslerarbeiten sei im Laufe der beiden Tage „sehr groß“ gewesen, meint sie.