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Büros, Praxen, Wohnungen

Kubatur als „echte Ansage“: 18 Meter hohes Gebäude am Bodensee geplant

Immenstaad / Lesedauer: 3 min

Erstmals kommen die Pläne im Immenstaader Gemeinderat auf den Tisch. Satte 6400 Quadratmeter Geschossfläche sollen entstehen. Was genau für das Gebäude am Bodensee geplant ist.
Veröffentlicht:14.11.2023, 15:00

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Ein „echte Ansage, was die Kubatur betrifft“ (Bürgermeister Henne): Auf dem Gelände des alten Bauhofareals in Immenstaad könnte ein mächtiges Gebäude mit teilweise 18 Metern Höhe und 6400 Quadratmeter Geschossfläche entstehen.

Büros, Praxen und Wohnungen sind geplant. Stadtplaner Helmut Hornstein (Überlingen) stellte in der Gemeinderatssitzung am Montag die Pläne erstmals vor.

Flächen für Wohnungsbau und Gewerbe sind rar, in Immenstaad ganz besonders. Im Sinne der Nachverdichtung will man deshalb „eine bessere Ausschöpfung des Areals“ erreichen, wie es in der Gemeinderatsvorlage heißt. Hornstein lieferte dafür schon mal einen ersten Ansatz.

Gebäuderiegel mit Flachdach

Geplant ist ein „durchgehender Gebäuderiegel“, der in Richtung Norden abschirmend zur B31 wirken soll. Und nach Süden und Osten eine räumliche Wirkung entfaltet, wie Hornstein erläuterte.

Das Gebäude hat gegliederte Bauhöhen, das heißt drei Bereiche sind als Hochpunkte fünfgeschossig (bis zu 18 Meter hoch) geplant, Zwischenbauten drei- oder viergeschossig, bis zu einer Höhe von 14,50 Meter. Die Flachdächer der niedrigeren Gebäudeteile sollen als Terrassen für die angrenzenden Wohnungen dienen.

4219-Quadratmeter-Grundstück

Das Grundstück ist laut Verwaltung 4219 Quadratmeter groß und aktuell als eingeschränktes Gewerbegebiet ausgewiesen. Seit Juli 2020 wird das alte Bauhofgelände kaum noch genutzt. Damals wurde der neue Bauhof im Herrenweiherweg in Betrieb genommen.

Das alte Bauhofgelände „im Bürglen“ in Immenstaad liegt direkt an der Bundesstraße 31 (das Gelände im Bild rechts): Die Bäume sollen bei einer neuen Überbauung erhalten bleiben.
Das alte Bauhofgelände „im Bürglen“ in Immenstaad liegt direkt an der Bundesstraße 31 (das Gelände im Bild rechts): Die Bäume sollen bei einer neuen Überbauung erhalten bleiben. (Foto: Alexander Tutschner)

Wie Markus Rößler von der Bauverwaltung erklärte, wurden die Hallen und Garagen seither an Vereine und Privatpersonen als Lagerräume vermietet. Auch ein Corona-Testzentrum fand hier während der Pandemie Platz.

60 Prozent überbaut

Nach den jetzt vorgestellten Plänen sollen 60 Prozent der Fläche überbaut werden, deshalb ist laut Hornstein dringend eine Tiefgarage nötig, da ansonsten die nötigen Stellplätze nicht nachgewiesen werden können. Es könnten stolze 6400 Quadratmeter Geschossfläche entstehen.

Seegaddel: So könnte das alte Bauhofareal in Immenstaad überbaut werden: drei Hochpunkte könnten bis zu 18 Meter hoch werden.
Seegaddel: So könnte das alte Bauhofareal in Immenstaad überbaut werden: drei Hochpunkte könnten bis zu 18 Meter hoch werden. (Foto: Gemeinde Immenstaad)

Die Verwaltung will die Teilfläche im Bebauungsplan als Mischgebiet ausweisen. Im Erdgeschoss und in den ersten beiden Geschossen sollen sich Dienstleistungsbetriebe, Praxen und Büros ansiedeln, in den oberen Geschossen sind Wohnungen geplant. Nach den Plänen Hornsteins soll nach Süden hin ein offener Bereich entstehen mit platzartigem Charakter und Aufenthaltsbereichen.

Investor als Partner

Als „mutigen Aufschlag, an dem man sich reiben kann“, bezeichnete Bürgermeister Johannes Henne den Entwurf des „markanten Gebäudes“. Da Immenstaad weder für Gewerbe noch für Wohnbau als Schwerpunkt im Regionalplan vorgesehen sei, müsse man in Immenstaad in die Höhe gehen.

Entscheidend sei auch die Wirtschaftlichkeit für einen Bauträger, denn Immenstaad will sich für die Realisierung des Projekts einen Investor als Partner suchen. Im Rat fanden die Pläne weitestgehend Zustimmung.

Sie sollen jetzt weiter verfeinert werden und bald wieder im Gemeinderat auf den Tisch kommen. Ein Architektenwettbewerb soll dann den besten Entwurf zu Tage fördern.