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Zum Jubiläum gibt es sieben Fasnets-Bälle

Friedrichshafen / Lesedauer: 4 min

Die Seegockel haben Jubiläum. Was hinter den Fasnets-Bällen steckt, verrät Elferrat Tino Jaeger. Und zu gewinnen gibt es auch etwas.
Veröffentlicht:27.01.2024, 12:00

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Der Fasnetswahnsinn greift um sich. In diesem Jahr haben die Häfler Narren seit der Vereinsgründung im Jahr 1949 in der Zeit zwischen Dreikönig und Aschermittwoch bereits seit 75 Jahren den Schalk im Nacken. Damit vom närrischen Wahnsinn jeder profitiert, hat der Verein die „GockelMANIA“ ausgerufen und bietet unter diesem Motto zahlreiche Ballveranstaltungen. Und das für jedes Alter.

Gut 40 Vereinsmitglieder stehen hinter der Organisation der sieben Bälle, die im Hafen veranstaltet werden. Das ist aber nur der organisatorische Part, dazu treffen sich gut hundert Mitglieder vor den Bällen im Graf-Zeppelin-Haus (GZH), um es dem Motto gemäß zu dekorieren. Aufwändige Luftballontrauben, die von den Decken hängen, Luftschlangen an den Wänden und weitere Dekorationsartikel, sowie die überdimensionierten Puppen der einzelnen Gruppen werden im GZH aufgebaut.

Viel Arbeit im Vorfeld

Der Großteil der Arbeit findet allerdings weit im Vorfeld statt: Bands und Akteure müssen engagiert werden, das GZH muss gebucht und angemietet sein, das Dekomaterial eingekauft und vorbereitet werden, Plakate und Flyer hergestellt und gedruckt werden und vieles mehr. Die Ballfasnet ist für den Verein mit viel Aufwand und auch Kosten verbunden.

„Das sind jedes Jahr so um die 100.000 Euro“, erklärt Tino Jaeger vom Elferrat, der für die Ballveranstaltungen mitverantwortlich ist. Auch die Gema-Gebühren und die Unterbringung von Bandmitgliedern in Hotels fallen in diesen Topf. „Das ist fast wie bei einem mittelständischen Unternehmen, sage ich immer“. Die Stunden, die die Organisatoren und alle anderen Helfer an Arbeit in die Veranstaltungen stecken sind hingegen kostenlos und kaum zu beziffern.

Alte Bekannte und Neulinge

Den Auftakt hat der Jugendball im Bahnhof Fischbach gemacht, „der restlos ausverkauft war“, sagt Tino Jaeger. Weiter geht es mit dem Bürgerball. Alte Bekannte und neues Gesichter bilden das bunte Programm. Zunftmeister Oli Venus mit seinen augenzwinkernden lokalpolitischen Reden, Markus Scherzinger, der mit Gesang und guter Laune unterhält, die Tanzformation Maskerade, der Fanfarenzug Graf Zeppelin, das Männerballett der Hexen, Gabi Zehrer und Anja Leukert vom Mainzer Carneval Club (MCC).

BU kann gleich bleiben: Der Bürgerball eröffnet den Reigen der Saalfasnet.
BU kann gleich bleiben: Der Bürgerball eröffnet den Reigen der Saalfasnet. (Foto: Felix Kästle)

Der Häfler Verein wird 75 Jahre und die Brücke der Freundschaft zwischen dem MCC und den Seegockeln gibt es bereits seit 60 Jahren, da lässt sich ein echtes „Meenzer Mädchen“ nicht nehmen, an den Bodensee zu reisen.

Zwei weitere Jubilare

Und zwei weitere Jubilare werden zum Gelingen des Bürgerballs beitragen: die Pauliner Kuckuck machen seit 70 Jahren die Straßen in der Fasnet unsicher und die Buchhornhexen können sich gar 75 Jahre in ihre Reisigbesen ritzen. Am Sonntag nach dem Bürgerball wird wieder zum Seniorenball eingeladen.

Weiter geht es am Gumpigen Donnerstag. Nach der Machtübernahme im Häfler Rathaus gibt es abends im Vereinsheim der Seegockel den Zunftball. Das GZH ist am Freitag darauf tagsüber für die Kinder reserviert. Um 14 Uhr beginnt der Kinderball, der jedes Jahr viele Besucher anzieht. „Im vergangenem Jahr waren es 2200“, sagt Tino Jaeger.

Brauchtumsabend mit den Hexen

Abends feiern die Buchhornhexen ihr Jubiläum in Kombination mit einem Brauchtumsabend und geladenen Gästen. Seegrendl, Buchhornexen, und die Pauliner Kuckuck zeigen ihre Tänze, dazu kommen befreundete Zünfte und die Laudonia Lauchingen.

Nur einen Tag später, am Samstagabend wird es den Maskenball geben. Mit dabei ist auch hier die Tanzformation Maskerade, die band X-Plosive und natürlich der FGZ mit seiner Mitternachtsshow. Das Ende der Ball-Serie bildet der Rosenmontagsball im GZH.

Ballkarten gibt es an den Vorverkaufsstellen Gindele Reisen (Charlottenstraße), Miele Center Jaeger (Friedrichstraße), Blumenhaus Mayer (Hochstraße) und Bäckerei Ulmer in der Filiale Friedrichstraße sowie an den Kassen des GZH. Für alle Bälle, die im GZH stattfinden, gibt es eine Abendkasse. Für den Kinderball ist die Kasse auch tagsüber geöffnet. Zu finden ist die Vorverkaufsstelle im Eingangsbereich des Foyers zum Hugo-Eckener-Saal.

Termine und eine Verlosung

Die Bälle der Seegockel finden zu folgenden Terminen statt, Karten können HIER gekauft werden. 

Bürgerball: Samstag, 3. Februar, Beginn 19.30 Uhr, Eintritt 27 Euro

Seniorenball: Sonntag, 4. Februar, Beginn 13.30 Uhr

Zunftball (vereinsintern): Gumpiger Donnerstag, 8. Februar, 20 Uhr, in der Gockelwerkstatt (Industriestraße)

Kinderball: Bromiger Freitag, 9. Februar, Beginn 14 Uhr im GZH, Eintritt drei Euro.

Maskenball: Fasnetssamstag, 10. Februar, Beginn um 20.30 Uhr, Eintritt 15 Euro

Rosenmontagsball: 12. Februar, Beginn um 18.30 Uhr, Eintritt sieben Euro.

Am Montag, 22. Januar, gibt es die letzte Möglichkeit zur freien Platzwahl an verfügbaren Tischen für den Bürgerball. Möglich ist die Platzwahl in der Zeit zwischen 16 Uhr und 18 Uhr im Miele Center Jaeger (Friedrichstraße 37).

Viel Glück

Die Schwäbische Zeitung verlost für den Bürgerball fünfmal zwei Karten. Wer gewinnen möchte, ruft am Montag, 29. Januar, unter der Nummer 01378 / 407 795 an (Telemedia Interactive GmbH, 50 Cent/Anruf aus dem deutschen Festnetz und Mobilfunk) und nennt das Lösungswort „Fasnet“. Die Gewinner werden per Los ermittelt und an den darauf folgenden Werktagen benachrichtigt. Dafür sollten die Teilnehmer eine Telefonnummer angeben, unter der sie vormittags zu erreichen sind. Für die Abwicklung werden die Teilnehmerdaten verarbeitet und nach Beendigung des Gewinnspiels vernichtet. Für die Hinterlegung des Gewinns müssen die Daten an Dritte weitergegeben werden. Weitere Hinweise zum Datenschutz bei Schwäbisch Media unter www.schwaebische.de/ datenschutzhinweis