Kommentar

Zögern wird peinlich für grünes Ministerium

Friedrichshafen / Lesedauer: 1 min

Dass die Gürtelbahn nach der Vorzugsvariante ausgebaut werden soll, ist der richtige Ansatz. Und eine Mindestanforderung nimmt man die Mobilitätswende ernst. 
Veröffentlicht:27.01.2023, 05:00
Aktualisiert:25.01.2023, 01:00

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Dass die Bodenseegürtelbahn elektrifiziert und nach der Vorzugsvariante ausgebaut werden soll, ist der richtige Ansatz. Wenn man es mit der Mobilitätswende ernst nimmt, ist das eher eine Art Mindestanforderung. Ein durchgängig zweigleisiger Ausbau wäre das Optimum, aber von den Kosten her nicht darstellbar. Die Strecke ist nicht nur wichtig für den regionalen Verkehr, sondern auch als Verbindung zwischen Ulm und Basel.

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Rund 600 Millionen Euro stehen jetzt im Raum. Die kommunale Ebene hat sich bislang nicht gescheut, mit Millionen an Planungskosten in Vorleistung zu gehen, und wird sich auch künftig beteiligen. Der Bund hat seine Förderzusage schon deutlich erhöht und übernimmt den Großteil der Baukosten. Jetzt ist das Land am Zug. 120 Millionen sind für die Kreise Bodensee und Konstanz nicht zu stemmen. Auch nicht über einen langen Zeitraum verteilt. Dass das grün geführte Verkehrsministerium an diesem Punkt seit Jahren nicht zu Potte kommt, wird langsam peinlich.

Fakt ist, die Zeit drängt. Die Südbahn ist elektrifiziert, die Hochrheinbahn könnte ab 2026 fertig sein. Dazwischen ist der westliche Bodenseekreis als Dieselloch auf Jahre völlig abgehängt. Nach Abschluss der Vorplanungen liegen jetzt auch die Zahlen für den Ausbau der Bodenseegürtelbahn auf dem Tisch. Es kommt zum Schwur: Ohne mehr Geld vom Land, wird das Projekt nicht realisierbar sein.