Fluchtursache

Fairer Handel verhindert oftmals Fluchtursachen

Friedrichshafen / Lesedauer: 2 min

Wer Produkte aus fairem Handel kauft, unterstützt Produzenten vor Ort. Und das wiederum sorgt für Sicherheit. Die Häfler Weltladen-Inhaberin gibt Tipps, welche Fragen man beim Einkauf stellen sollte.
Veröffentlicht:29.11.2022, 11:00
Aktualisiert:29.11.2022, 11:39

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Der Verein Eine Welt e.V. (VEW) betreibt den Weltladen in der Schanzstraße und fördert den fairen Handel. Dadurch werden die Menschen vor Ort unterstützt, könnten weit seltener in wirtschaftliche Not geraten und müssten weniger über Flucht nachdenken.

Der Verein ist eines der Projekte, das bei der Weihnachtsaktion der Schwäbischen Zeitung „Hefen bringt Freude“ unterstützt wird. Barbara Wagner, Bildungsreferentin VEW, Hubert Mangold, Vorstand VEW, und Margret Halder , Weltladen-Geschäftsführerin, geben Antworten, warum die Arbeit des Vereins so wichtig ist.

Fairer Handel will sicheres Einkommen bieten

Barbara Wagner , Bildungsreferentin VEW, sagt, dass durch den fairen Handel die wirtschaftliche Sicherung der Menschen vor Ort gegeben sei. Ob dies dazu beiträgt, die Menschen davon abzuhalten, ihre Heimat zu verlassen und zu flüchten, ist nicht eindeutig zu klären. „Denn die Flucht ist nicht alleine an wirtschaftliche Faktoren geknüpft.“

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Für Hubert Mangold, Vorstand VEW, ist klar, dass durch den fairen Handel die Produzenten und ihre Familien ein sicheres Einkommen haben. Und wer eine solche Sicherheit hat, wird sein Land nicht aus wirtschaftlichen Gründen verlassen. Der fairer Handel trägt damit zur Bekämpfung von Fluchtursachen aus wirtschaftlichen Gründen bei.

Fragen, woher Produkte kommen

Fairer Handel ist nicht allein auf den Weltladen beschränkt. Produkte mit dem Fairtrade-Siegel gibt es in vielen Geschäftssortimenten, sagt Margret Halder, die als Geschäftsführerin des Weltladens arbeitet. Verbraucher und Verbraucherinnen können die unterschiedlichen Produkte auf ihre Herstellung hin hinterfragen.

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Eine fachliche Beratung finden sie auf alle Fälle im Weltladen. „Genau hinschauen, was und wo sie einkaufen. Ruhig Fragen stellen, wo die Produkte hergestellt werden“, sagt Margret Halder.