Uferpark

Glosse aus Friedrichshafen: Die Umgestaltung des Uferparks hat längst begonnen!

Friedrichshafen / Lesedauer: 2 min

Unser Autor ist im Uferpark spazieren und macht eine erschreckende Entdeckung. Gut möglich, dass dort mit Konzepten gearbeitet wird, die in U-Bahnhöfen eher so halberfolgreich funktionieren.
Veröffentlicht:31.05.2022, 07:00

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Vor kurzem habe ich morgens einen kleinen Spaziergang im Uferpark gemacht. Ich war gerade dabei, mich über das sonnige Wetter zu freuen und träumte so vor mich hin, als ich plötzlich aus meinen Gedanken gerissen wurde.

Da tönte doch auf einmal Musik in meine Ohren, erst ganz leise und kaum zu hören, dann als ich weiterging immer lauter. Tatsächlich, wunderschöne Klaviertöne, deren Ursprung ich aber nicht ausmachen konnte. Sofort fragte ich mich: War ich hier etwa Zeuge von etwas ganz Großem geworden?

Hatte die ominöse Umgestaltung des Uferparks, über die immer alle reden, etwa schon begonnen, ohne dass wir etwas davon mitbekommen hatten? Den öffentlichen Raum mit klassischer Musik „aufzuwerten“ – das wird in großstädtischen U-Bahnhöfen ja schon lange versucht. Wollte man dieses Konzept nun auch in Friedrichshafen umsetzen?

Der nächste Spaziergang führt ins Fundbüro

Sie ahnen es vielleicht bereits: Natürlich sah die Realität anders aus. Als ich mich in Richtung der Musik bewegte, erkannte ich, dass sie aus einem Handy kam. Der Besitzer musste es offenbar verloren haben. Was das Gerät aber nicht daran hinderte, um 8 Uhr wie jeden Tag die Wecker-App zu starten – mit dem Klaviergeklimper als Weckton.

Mein nächster Spaziergang führte dann nicht mehr in den Uferpark, sondern mit dem Smartphone ins Fundbüro. Ob der Klavier-Wecker die dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch so aus dem Konzept gerissen hat, ist mir leider nicht bekannt.