Spitzenteam

VfB-Volleyballer treffen auf Rzeszow

Friedrichshafen / Lesedauer: 3 min

Der Deutsche Meister Berlin richtet das Final Four der Champions League aus
Veröffentlicht:29.01.2015, 22:59
Aktualisiert:24.10.2019, 06:00

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„Es hätte uns härter treffen können“, sagt Stelian Moculescu , Cheftrainer der VfB-Volleyballer, nach der Achtelfinal-Auslosung in der Champions League. Die Mannschaft aus Friedrichshafen trifft am 11. und am 18. Februar (18 Uhr) auf das polnische Spitzenteam Rzeszow. Das Final Four findet in Deutschland statt. Ausrichter sind die Berlin Recycling Volleys.

Die Partie gegen das polnische Spitzenteam Resovia Rzeszow ist aus zwei Gründen ein gutes Los für die Volleyballer vom Bodensee. Die ehemaligen VfB-Spielern Jochen Schöps und Lukas Tichacek stehen dort unter Vertrag. Und die Profis aus Friedrichshafen sind nicht chancenlos, können also bis ins Viertelfinale kommen. „Wir treffen auf eine Mannschaft, die gut Volleyball spielt, die aber für uns erreichbar ist“, sagt Moculescu. „Es werden zwei spannende Spiele“, meint der VfB-Cheftrainer.

Golden Set

Im Achtelfinale gilt folgender Modus: Gewinnt eine Mannschaft mit 3:0 oder 3:1 dann kann sie im Rückspiel mit 2:3 verlieren und ist eine Runde weiter. Endet die zweite Partie mit 3:0 oder 3:1 für den Gegner, dann gibt es im Anschluss an das zweite Spiel einen „Golden Set“ bis 15. Auch Stefan Mau , Manager des VfB Friedrichshafen, ist über das Los glücklich. „Wir haben ein attraktives Los und von den Reisestrapazen her hält sich alles in Grenzen“, betont Mau. Aktuell steht die Mannschaft von Cheftrainer Andrzej Kowal mit 52 Punkten in der polnischen Plus Liga auf Platz zwei hinter Skra Belchatow. Das Team war sechs Mal polnischer Meister (1971, 1972, 1974, 1975, 2012, 2013) und viermal Pokalsieger (1975, 1978, 1983, 1987). International hat die Mannschaft noch keinen Titel errungen.

Berlin schlägt Rzeszow

In der Champions League spielte Rzeszow in der Gruppe von Berlin Recycling Volleys. Das Hinspiel in Polen gewann der Deutsche Meister mit 3:0, zu Hause in der Max-Schmehlig-Halle verlor das Team mit 2:3. Am Ende war Rzeszow Erster, Berlin Zweiter.

Die Vergabe des Final Four nach Berlin ist auch eine Anerkennung der CEV gegenüber der Arbeit in Deutschland. „Heute ist ein Jubeltag für den deutschen Volleyballsport. Das hochkarätigste Vereinsturnier der Welt erstmals in unserem Land auszurichten, ist natürlich eine große Ehre für unseren Verein, aber vor allem eine riesige Freude für die Volleyballfans in ganz Deutschland“, lautete die erste Reaktion von BR Volleys Manager Kaweh Niroomand auf die Entscheidung.

„Gemeinsam mit diesen Fans wollen wir Ende März in Berlin ein großes Volleyballfest feiern. Schließlich versammeln sich an diesem Wochenende die stärksten Mannschaften Europas und die besten Spieler der Welt in unserem Volleyballtempel“, freute sich auch Organizing Director Matthias Klee, der den Verein bei der Ausrichter-Bekanntgabe in Luxemburg vertrat. Auch Stelian Moculescu freute sich über die Zusage für Berlin. „Gratulation an Berlin, sie haben es verdient. Deutschland hat nun eine tolle Gelegenheit, diese Sportart professionell zu präsentieren. ich hoffe, dass die Spiele vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen live übertragen werden“, sagte der VfB-Cheftrainer. Sollte sich der VfB Friedrichshafen auch fürs Final Four qualifizieren, spielt er gegen Organisator Berlin Recycling Volleys. Ansonsten wird das Halbfinale der Champions League ausgelost. Titelverteidiger ist das russische Team Belogorie Belgorod.

Das Achtelfinale am 11. und 18. Februar: VfB Friedrichshafen - Resovia Rzeszow, Tomis Constanta - Lokomotiv Novosibirsk, Jastrzebski Wegiel - Perugia, Cucine Lube Treia - Skra Belachtow, Volley Piacenza - Zenit Kazan, Ankara - Belgorod. Das Final Four findet am 29. und 30. März in Berlin statt.