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VfB Friedrichshafen mit Überzeugung ins erste Heimspiel

Friedrichshafen / Lesedauer: 3 min

Trotz mäßiger Tests blicken die Häfler Fußballer zuversichtlich auf den Auftakt gegen die TSG Balingen II. Der Gegner ist in der Landesliga sehr lange ungeschlagen.
Veröffentlicht:18.08.2023, 21:19

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„Die Ergebnisse in den Vorbereitungsspielen waren nicht der Knaller“, weiß Giovanni Rizzo, Cheftrainer des VfB Friedrichshafen. So endete die Generalprobe der Häfler Fußballer für den Auftakt in der Landesliga nur 0:0 beim Bezirksligisten VfL Brochenzell. Rizzo geht allerdings schon in die dritte Saison als VfB–Cheftrainer und kennt die vorhandene Klasse im Kader. Vor dem ersten Saisonspiel zu Hause im heimischen Zeppelinstadion gegen den Vizemeister TSG Balingen II (15.30 Uhr) versprüht er deshalb Überzeugung.

Vor allem auch, weil der VfB in der Trainingswoche, intensiv an der Offensive gearbeitet hat. „Das war der Schwerpunkt“, betont Rizzo. In Brochenzell spielte Friedrichshafen „uninspiriert und ideenlos“, wie Co–Trainer Oliver Senkbeil deutlich machte. Beim Landesliga–Auftakt gegen Balingen II möchten sich die Häfler wieder wesentlich mehr Torchancen erspielen. Rizzo ist auch „guter Dinge“, dass sein Team vor seinen Fans eine gute Performance zeigt. Gespielt wird auf dem Rasen, der in der Sommerpause wieder bespielbar gemacht wurde.

Mit Balingen II begegnet Friedrichshafen der besten Rückrundenmannschaft der Vorsaison (13 Siege, vier Unentschieden). Die letzte Niederlage in der Landesliga IV datiert vom 3. September 2022. Damals unterlag die TSG mit 1:2 beim TSV Riedlingen. „Sie hatten den einen oder anderen Abgang, im Großen und Ganzen sind sie aber zusammengeblieben“, rechnet Rizzo mit einem starken Gegner. Unter dem ehemaligen Profifußballer Denis Epstein spielt Balingen für den VfB–Chefcoach „einen sehr guten Fußball“. Deshalb gelte es, die Balinger gar nicht erst aufkommen zu lassen und „ihnen unser Spiel aufzudrücken“.

Häfler Kaderreduzierung verschoben

Friedrichshafen, in der vergangenen Runde Tabellensiebter, peilt einen Platz unter den Top Fünf an. Mit einem wesentlich breiteren Kader: Insgesamt sind elf Spieler hinzugekommen, einen richtigen Abgang gab es nicht. Im Duell mit Balingen II möchte der VfB die hohen eigenen Ansprüche untermauern.

Wer von den Neuen schon am ersten Spieltag zu sehen sein wird, ließ Rizzo offen. Er möchte sich da nicht in die Karten schauen lassen, es werden aber auf keinen Fall alle dabei sein. Fest steht schon der Ausfall von Florian Amann. Der Zugang des SV Kehlen verletzte sich an der Wade. Verletzungsbedingt fehlt auch Pascal Booch. Salvatore Cifonelli muss aufgrund von Hochzeitsvorbereitungen in Italien passen.

Verschoben wurde die geplante Kaderreduzierung. „Ich möchte die Spieler noch ein, zwei Wochen beobachten“, sagt Rizzo, der selbst urlaubsbedingt auch ein paar Tage verpasste. In diesem Zuge ist es ganz geschickt, dass der VfB in der Woche darauf spielfrei hat. Die Partie gegen den SV Baindt ist hochzeitsbedingt auf den Dienstag, 3. Oktober, 15 Uhr verlegt worden. Erst am Samstag, 2. September, 15.30 Uhr gegen den TSV Heimenkirch hat der VfB sein zweites Saisonspiel.

Keine Abstiegsrelegation zur Saison 2023/2024

Eine Abstiegsrelegation von der Landesliga zur Bezirksliga wird es ein Jahr nicht geben. Diese sei vom Württembergischen Fußballverband (WFV) für die Saison 23/24 ausgesetzt worden. Wegen der Strukturreform zur Saison 24/25, erläutert Andreas Schele, Staffelleiter der Landesliga IV, auf Nachfrage der „Schwäbischen Zeitung“: „Dies hat der Verbandsspielausschuss in Absprache mit den Bezirksvorsitzenden und Bezirksspielleitern so vereinbart, aus Solidarität mit den Bezirken, die zusammengelegt werden. Einzig der Bezirk Bodensee bleibt ja im Süden so bestehen wie er ist.“

Ausgegangen werden muss von vier Direktabsteigern, die Anzahl kann sich je nach Konstellation in der Verbandsliga Württemberg verändern. Ab der Saison 24/25 werde es wieder eine Relegation geben. Eine Aufstiegsrelegation zwischen der Landesliga und der Verbandsliga gibt es hingegen auch in der Spielzeit 2023/2024. Der Tabellenzweite der Landesliga IV gehe somit wie bisher in die Relegation zur Verbandsliga.