Entführungsmaschine

Unterstützerkreis stellt sich im „Landshut“-Streit hinter Bundeszentrale

Friedrichshafen / Lesedauer: 2 min

Norbert Zeller und Lothar Wölfle fordern Martin Rupps auf, Bundestagsbeschluss zum „Lernort Landshut“ zu akzeptieren. Der hatte die Pläne „eine Kopfgeburt“ genannt.
Veröffentlicht:26.07.2023, 10:22

Von:
  • Martin Hennings
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Der „Unabhängige Unterstützerkreis für einen Lernort der deutschen Demokratie in Friedrichshafen“ hat sich hinter die Pläne der Bundesregierung und der Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb) zum Umgang mit der „Landshut“ gestellt. Die beiden Vorsitzenden, Norbert Zeller und Lothar Wölfle, fordern Kritiker des Konzepts auf, die entsprechenden Beschlüsse zu akzeptieren.

Seit dem Besuch von Juliane Seifert, Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, am 12. Juli sei „unzweifelhaft klar“ , dass die „Landshut“ ihren „endgültigen Standort auf dem Flughafenareal in Friedrichshafen haben wird“, schreiben Zeller, Fraktionschef der SPD im Kreistag, und Alt–Landrat Wölfle (CDU) in einem Infobrief.

„Museales Konzept deutlich verändert“

Das geplante Bildungs– und Dokumentationszentrum, das 2026 eröffnet werden soll, werde Elemente einer Gedenkstätte, eines Lernorts für eine wehrhafte Demokratie und eines Museums haben. „Damit hat sich das anfängliche museale Konzept deutlich verändert, zum Vorteil wie wir meinen“, schreiben die beiden.

Sie widersprechen damit dem Journalisten und Historiker Martin Rupps, einem der maßgeblichen Treiber hinter der Idee eines „Landshut“-Museums. Der hatte die Pläne der Bundeszentrale „eine Kopfgeburt“ genannt und der Behörde mangelnde Kompetenz vorgeworfen.

„Demokratische Entscheidung akzeptieren“

In seinem Infobrief weist der Unterstützerkreis nun drauf hin, dass der Bundestag die Entscheidung für den Lernort getroffen habe. „Diese demokratische Entscheidung gilt es nun auch zu akzeptieren“, so Zeller und Wölfle.

Der Lernort werde „für Friedrichshafen, für den Bodenseekreis und die ganze Region in seiner Einmaligkeit eine Besonderheit darstellen. Aber auch weit über die Region hinaus werden Besucherinnen und Besucher sich mit der Geschichte und der Demokratie befassen“, schreiben die beiden Politiker. Die Lufthansa–Boeing „Landshut“ ist 1977 von linken Terroristen entführt und der Spezialeinheit GSG 9 befreit worden.