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Ailinger Taekwondo-Kämpfer meistern Umstellung erfolgreich

Friedrichshafen / Lesedauer: 3 min

Vier Ailinger Taekwondo-Kämpfer siegen unter neuen Regeln bei Bavaria Open
Veröffentlicht:04.07.2022, 18:34

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Die Sportlerinnen und Sportler des Vereins Taekwondo Ailingen haben bei den Bavaria Open in Nürnberg zweimal Gold, eine Bronze- und eine Silbermedaille erkämpft. Für sie war es laut Mitteilung das erste Turnier, bei dem nach neuen Wettkampfregeln gekämpft wurde. Seit Juni gilt die neue Verordnung des Weltverbands World Taekwondo (WT), die die Kämpfe deutlich verändert. „Mit den neuen Regeln ist vieles anders. Für unsere Sportler war es eine Umstellung. Bei einem Turnier mit diesem Niveau dann gleich so eine Leistung zu bringen, ist super“, sagt der mitgereiste Cheftrainer Giuseppe Pistillo.

Die wohl größte Neuerung der aktuellen Wettkampfregeln ist die „Best-of-Three-Regel“. Statt wie bisher drei Runden zu kämpfen – und am Ende der letzten Runde gewinnt der Sportler oder die Sportlerin mit den meisten Punkten – wird nach jeder Runde einzeln ein Gewinner oder eine Gewinnerin ermittelt. Wer zwei Runden gewinnt, ist der Sieger des Kampfes. Sollte das Duell bereits nach zwei Runden entschieden sein, tritt der Verlierer in der dritten Runde nicht mehr an. Die Möglichkeit, in den letzten Sekunden der letzten Runde noch den gesamten Kampf zu drehen und einen Rückstand aufzuholen, ist damit abgeschafft.

Gold für Alexander Graf und Leandro Caspari

Gemeinsam mit Trainerin Jessica Dick hat Giuseppe Pistillo den Ailinger Nachwuchs betreut. Als Erster trat der Jüngste auf die Kampfmatte: Alexander Graf in der Kategorie Jugend D bis 29 Kilogramm. „Er hatte drei Kämpfe bis zur Goldmedaille und hat jeden nach nur zwei Runden gewonnen“, sagt Dick stolz. Selbst im Finale seiner Kategorie schickte er seinen Gegner mit deutlichem Punktunterschied (15:2 und 13:9) nach Hause.

Ähnlich machte es Leandro Caspari (Jugend B bis 57 Kilogramm). Auch er entschied zwei Kämpfe souverän für sich und zog ins Finale ein. Dort machte er es allerdings spannender. Die erste Runde konnte er mit 4:3 gerade noch gewinnen, in der zweiten lag er mit 2:3 dann aber hinten. „In der dritten und entscheidenden Runde ist er dann richtig aufgewacht und hat gezeigt, was er kann“, sagt Dick. Mit deutlichen 13:3 Punkten holte Leandro Caspari Gold für Taekwondo Ailingen.

Seine Schwester Lorina Caspari (Jugend C bis 32 Kilogramm) schaffte das im Finale nicht. Sie unterlag ihrer Gegnerin und gewann Silber.

Eine weitere Neuerung der Wettkampfregeln wird all diejenigen freuen, die gerne spektakuläre Drehkicks sehen. Denn wer einen solchen trifft und dabei hinfällt, bekommt nun laut Regelwerk keinen Strafpunkt mehr. „Das dürfte die Hemmschwelle für imposantere Kicks im Taekwondo-Sport deutlich senken“, heißt es in der Mitteilung von Taekwondo Ailingen.

Der Ailinger Giuseppe Crimi (Jugend C bis 39 Kilogramm) hat in seinen Vorrunden schon einige dieser schönen Treffer gezeigt. Im Halbfinale konnte er seinen Gegner damit aber nicht mehr beeindrucken. Dort war für ihn Schluss – Bronze für Giuseppe Crimi.

Für Amalia Thamm (Jugend B bis 47 Kilogramm) und Nasim Bensada (Jugend C bis 35 Kilogramm) hat es in Nürnberg nicht gereicht. Beide konnten nicht genug Runden gewinnen und schieden somit schon in den Vorrunden aus.