StartseiteRegionalBodenseeFriedrichshafenSichere Jobs von morgen, Kirchturmdenken von heute und Bautechnik von gestern

Kolumne "Aufgespießt"

Sichere Jobs von morgen, Kirchturmdenken von heute und Bautechnik von gestern

Friedrichshafen / Lesedauer: 2 min

Die Spießgesellen befassen sich gleich mehrfach mit der ZF Friedrichshafen AG, dem Geschachere um die Rettungswache und einem Blick auf Namen und Bauten.
Veröffentlicht:25.11.2023, 08:00

Artikel teilen:

Zielbild? Jobsicherung? Zukunftsperspektive? Was soll das, wird sich nicht nur mancher ZFler angesichts derzeit durchaus brummender Produktion fragen. Richtig: Im Moment muss man gar keine Jobs bei ZF sichern, weil jede Hand gebraucht wird. Doch die Elektrifizierung des Antriebsstrangs kommt - und mit ihr die Tatsache, dass die Produkte hierfür weniger Arbeitskraft benötigen als Verbrennertechnologie. Vor diesem Hintergrund ist es gut, dass sich Konzern und Betriebsrat schon jetzt Gedanken über den Tag X machen.

Dass es nicht bei Gedanken geblieben ist, zeigt die Entscheidung, in Friedrichshafen ein zweites Traxon-Band einzurichten. Gute Nachrichten für die ZFler und den Arbeitsmarkt am See. Denn bei aller Liebe zur Fortbildung: Nicht jeder Schrauber lässt sich zum ITler umschulen. Und die Region braucht auch Arbeitsplätze für die Menschen, die lieber zupacken als hirnen.

Gehirnt wird im Moment in der ZF-Chefetage sicher auch über das, was da in Berlin passiert. Dass die zukunftsweisenden Chip-Projekte mit dem US-Partner Wolfspeed wegen fiskalischer Verwicklungen zur Disposition stehen könnten, das hatte dort wohl keiner auf der Rechnung. Für die Transformation des Konzerns ist das Thema von größter Bedeutung. Wollen wir hoffen, dass Berlin ZF am Ende nicht im Regen stehen lässt.

Dass sich Kassen, Rotes Kreuz und die drei Landkreise FN, RV und SIG über Organisation und Finanzierung der Rettungsleitstellen geeinigt haben, ist gut und überfällig. So ganz sind die Spießgesellen den Verdacht nie losgeworden, dass es bei dem Konflikt auch um Kirchtürme ging und ums Rechthaben. Dass nun trotzdem ein Kompromiss gefunden worden ist, spricht dann aber doch für die Beteiligten. Dem Bürger wird’s egal sein, solange Hilfe kommt, wenn er sie braucht.

Was man von anderen Projekten nicht so sagen kann - auch beim Wohnungsbau. Spontan fallen uns die „guten alten Zeiten“ ein. Da war es einfacher. Wer eine Hütte brauchte, hat einen Pfahlbau errichtet. Fertig.

Ein erbauliches Wochenende wünschen die Spießgesellen