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Seit Dezember gesperrter Kunstrasenplatz: Sanierung rückt näher

Friedrichshafen / Lesedauer: 2 min

Ausschüsse geben klare Empfehlung an den Gemeinderat und loben die Verwaltung für ihr schnelles Reagieren.
Veröffentlicht:25.01.2024, 15:49

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Ohne Diskussion haben die Mitglieder des Finanz- und Verwaltungsausschusses (FVA) am Montag der möglichst schnellen Sanierung des Kunstrasenplatzes beim Berufsschulzentrum zugestimmt und dafür Mittel in Höhe von 1,1 Millionen Euro freigegeben. Einstimmig und ohne Debatte ging das Thema auch im Ratsausschuss für Planen, Bauen und Umwelt (PBU) durch. Und auch der Kultur- und Sozialausschuss (KSA) des Gemeinderates stimmte den Plänen der Stadt zu.

Die Wortmeldungen aus den Fraktionen in den Ausschüssen waren durchweg geprägt vom Lob für das schnelle Reagieren der Stadtverwaltung, nachdem der Platz zum 1. Dezember aufgrund erheblicher Sicherheitsmängel gesperrt worden war.

Pläne gibt es schon lange

Sanierungspläne für den Kunstrasenplatz, dessen Hauptnutzer der FC Friedrichshafen ist, gibt es schon seit einigen Jahren. Umgesetzt wurden sie bislang nicht - weil im Haushalt andere Prioritäten gesetzt wurden. Dass die Stadt nun nicht noch länger warten darf, darin waren sich alle Fraktionen einig - auch, weil der Bodenseekreis in diesem Jahr direkt nebenan seinen Rasenplatz sanieren wird und dann beide Plätze nicht genutzt werden können. Einig war man sich im FVA auch, dass dies insbesondere den FC Friedrichshafen in arge Nöte bringt - und auch darin, dass der Verein sehr gute und wertvolle Jugend- und Integrationsarbeit leistet.

Im Herbst wieder bespielbar

Bis Herbst soll der Kunstrasenplatz wieder bespielbar sein. Das Grundstück gehört zwar dem Bodenseekreis, den Platz hat aber die Stadt angelegt und ist laut einer Vereinbarung mit dem Bodenseekreis auch für dessen Unterhalt und Instandhaltung zuständig. Vor dem Hintergrund, dass auch das Berufsschulzentrum den Platz nutzt, warf Netzwerk-Rat Jürgen Holeksa in der Sitzung des FVA die Frage auf, ob der Kreis sich an den Sanierungskosten beteiligen sollte. Laut Oberbürgermeister Andreas Brand sind zumindest Gespräche über eine „Anpassung der Vereinbarung“ geplant.

Die Entscheidung zur Sanierung soll am 5. Februar der Gemeinderat treffen.

Lösung in Sicht

Nachdem die Jugendmannschaften des FC Friedrichshafen für einzelne Trainigseinheiten zuletzt verfügbare Kapazitäten in verschiedenen Hallen genutzt haben, werden sie künftig voraussichtlich den Kunstrasenplatz des SC Friedrichshafen mitnutzen dürfen. Jugendleiter Christoph Staudinger berichtet diesbezüglich von einem „sehr konstruktiven Gespräch“ mit dem SC. Nutzungszeiten und Kosten müssten zwar noch geklärt werden, Staudinger geht aber fest davon aus, das die beiden Vereine eine tragfähige Lösung für die Dauer der Sanierungsarbeiten am Kunstrasenplatz beim Berufsschulzentrum finden werden.