Bootsgarage

Schwimmende Bootsgarage für Feuerlöschboot zu Wasser gebracht

Friedrichshafen / Lesedauer: 2 min

Standort ist im BSB-Hafen Friedrichshafen – Land trägt Kosten für Beschaffung, Betrieb und Unterhalt
Veröffentlicht:17.08.2021, 11:55
Aktualisiert:17.08.2021, 12:13

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Zur sicheren Unterbringung des Feuerlösch- und Arbeitsbootes, das im BSB-Hafen Friedrichshafen stationiert ist, ist am vergangenen Dienstag eine schwimmende Bootsgarage zu Wasser gebracht worden. Das teilt die Stadt mit.

„Die Bootsgarage soll dafür sorgen, dass das Feuerlöschboot das ganze Jahr über sicher untergebracht, vor allem aber auch immer schnell einsatzbereit ist“, sagt Stadtbrandmeister Louis Laurösch, der sich für die Bootsgarage stark gemacht hat.

Ihren Liegeplatz hat sie an der äußeren Mole des BSB-Hafens, dort wo bisher das das Feuerlösch- und Arbeitsboot ungeschützt vor Wind und Wetter lag.

So groß ist die schwimmende Garage

Die lichtgraue Bootsgarage ist etwa 20 Meter lang und acht Meter hoch, die Höhe über der Wasserlinie liegt bei sechs Metern. Von der Mole gelangen die Einsatzkräfte über eine Treppe zur Bootsgarage, außen und innen befinden sich Laufstege. Ein elektrisches Rolltor schließt die schwimmende Halle.

Hergestellt wurde die Bootsgarage nach öffentlicher Ausschreibung in der ÖSWAG-Werft im österreichischen Linz. Die Gesamtkosten für Herstellung und Vormontage in Linz, Transport mit dem Lkw nach Friedrichshafen sowie Endmontage und Ausrüstung in der BSB-Bootsgarage liegen bei rund 450 000 Euro. Die Kosten für Beschaffung, Betrieb und Unterhalt trägt das Land Baden-Württemberg.

Vier neue Boote in zwei Jahren

Das Land hatte für die Öl-und Schadenwehr Bodensee 2019 und 2020 vier neue baugleiche Arbeits- und Feuerlöschboote beschafft. Die vier Boote sind an den Ölwehr-Stützpunkten Friedrichshafen, Konstanz, Radolfzell und Überlingen stationiert, das in Friedrichshafen stationierte Boot ist seit 2019 im Einsatz. Die vier Arbeits- und Feuerlöschboote dienen der Aufgaben der Öl-und Schadenwehr Bodensee, etwa im Bereich Umweltschutz sowie der Brandbekämpfung auf dem See und im Uferbereich.

Außerdem werden die Boote eingesetzt für technische Hilfeleistung und zur Unterstützung bei der Seenotrettung und bei Sucheinsätzen. Hierfür sind die Boote mit umfangreicher feuerwehrtechnischer Beladung ausgerüstet. „Mit der Bootsgarage ist das Feuerlösch- und Arbeitsboot nun optimal geschützt“, betont Louis Laurösch. Laurösch wird in den nächsten Tagen den Ruhestand antreten, umso größer ist bei ihm die Freude, dass er mit dem „Stapellauf“ das Projekt Bootsgarage erfolgreich beenden kann.