Schulbeginn

Freiwilliger Schulbeginn in den Ferien

Friedrichshafen / Lesedauer: 3 min

Sommerschule an der Ludwig-Dürr-Schule macht Kinder fit für das neue Schuljahr
Veröffentlicht:08.09.2019, 17:35

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Eigentlich sind ja noch Sommerferien. Die Schülerinnen und Schüler genießen ihre letzte Woche Freizeit, sind noch im Urlaub oder treffen sich mit Freunden im Schwimmbad oder an der Uferpromenade. Denn noch hat die Schulzeit nicht begonnen. Erstmals öffnet die Ludwig-Dürr-Schule eine Woche vor dem offiziellen Schulbeginn ihre Türen und hat für fünf Tage 25 Schülerinnen und Schüler zur Sommerschule eingeladen.

In der letzten Ferienwoche bieten die Lehrerinnen und Lehrer der Ludwig-Dürr-Schule ein Programm, das Kindern und Jugendlichen den Start in das neue Schuljahr erleichtern soll. Sie werden dabei auf die Anforderungen des neuen Schuljahres vorbereitet und erhalten die Gelegenheit, die Schule und einen Teil der Mitschüler in entspannter Atmosphäre kennenzulernen.

„Sommerschulen verbinden die Freizeit mit Lernen. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, schulische und sprachliche Unsicherheiten aufzuholen und sich so auf den Start in das neue Schuljahr vorzubereiten. Diese Möglichkeit wollten wir einem Teil unserer Schüler anbieten, weshalb wir uns für die Sommerschule beim Kultusministerium beworben haben“, erklärt Schulleiter Paul Baudler .

Dieses Angebot macht die Ludwig-Dürr-Schule den Grundschülern der künftigen Klassen drei und vier. Die Kinder werden in der Woche von drei Lehrkräften und einer pädagogischen Assistentin betreut.

Die Grundschüler erhalten eine Woche lang täglich von 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr Unterstützung in den Fächern Deutsch und Mathematik. Dabei steht vormittags das Lernen im Vordergrund, nach dem gemeinsamen Mittagessen können die Kinder zwischen den Angeboten Theaterpädagogik oder Natur- und Erlebnispädagogik wählen. Bei der Natur- und Erlebnispädagogik wird mit und in der Natur gearbeitet. Die Schüler lernen verschiedene Biotope kennen, suchen Tierspuren und führen vielfältige Versuche rund um die Natur durch. Bei der Theaterpädagogik geht es einerseits um die Vermittlung von Sprache, aber auch darum, das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken und den persönlichen Ausdruck zu erweitern. Zum Abschluss veranstalten die Lehrer zusammen mit den Schülern und Eltern ein kleines Fest.

Motiviert bei der Sache

„Positiv ist mir aufgefallen, dass die Kinder sehr motiviert bei der Sache sind, egal ob beim Lernen oder beim Nachmittagsangebot“, sagt Baudler. Zu Beginn der Sommerschule, so Baudler, wurde eine sogenannte Testung gemacht, bei der ermittelt wurde, wo die Kinder Unterstützung benötigen. „Je nach Ergebnis erhalten die Kinder dann eine individuelle Unterstützung. So kann langfristig auch die Freude am Lernen gefördert werden“, sagt Baudler.

Mit den Angeboten am Nachmittag wollen die Lehrkräfte sowie die Theater-, Natur- und Erlebnispädagogen die Lernfähigkeit und Motivation der Kinder steigern. Dazu gehörte beispielsweise ein Ausflug in das Lernbiotop am Riedlewald. Dort erhielten die Kinder spannende Antworten auf viele Fragen. Auch wurden eigene Experimente gemacht. Zum Beispiel tropften die Kinder Wasser auf die Blätter der Kapuzinerkresse. Das Wasser perlte in Tropfen ab und nahm dabei alle Schmutzpartikel auf der Oberfläche mit. Das nennt man den Lotoseffekt.

Neben den Kindern der Klasse drei und vier organisierte die Schule zeitgleich auch die Sommerschule für Jugendliche der Werkrealschule. Insgesamt 16 Schülerinnen und Schüler aus den beiden achten Klassen meldeten sich dafür, in den Ferien zu lernen. Neben dem Lernen kam auch die gemeinsame Freizeitgestaltung nicht zu kurz. Dazu gehörte unter anderem ein Besuch der Veranstaltung „Mentor Youth Summit“ der Mentor-Stiftung an der Geschwister-Scholl-Schule in Konstanz unter der Anwesenheit von Königin Silvia von Schweden als Vorsitzende der Mentor Stiftung International. „Das war ein tolles Erlebnis für die Schüler“, so Rektor Baudler. Unterstützt wurde das Projekt von der Mentor-Stiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Jugendliche zu inspirieren, zu motivieren und zu stärken. Einen Tag lang besuchte beispielsweise Marco Deutschmann die Schüler im Rahmen eines Mentorenprogramms.