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Richard Ringer löst in Dessau Ticket für Rio de Janeiro

Friedrichshafen / Lesedauer: 2 min

Richard Ringer löst in Dessau Ticket für Rio de Janeiro
Veröffentlicht:29.05.2016, 19:58
Aktualisiert:23.10.2019, 15:00

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In den letzten Rennen hat der VfB LC-Express etwas gestottert. Am Freitagabend hat er aber beim Anhalt-Meeting in Dessau Fahrt aufgenommen und ist richtig ins Rollen gekommen. Den Sack in Richtung Rio machte Richard Ringer definitiv zu.

Über 3000 Meter war vom DLV ein Leistungsnachweis (7:55,00 Minuten) für einen Olympia-Start über 5000 Meter gefordert worden. Mit 7:46,59 Minuten stellte der 27-Jährige als Zweiter eine Bahn-Bestleistung auf und verpasste seine Hallenbestzeit lediglich um 41 Hundertstel. „Bei den deutschen Meisterschaften in Kassel laufe ich 5000 Meter, um schon einmal das taktische Geplänkel für die EM zu testen“, sagte der amtierende Deutsche Meister nach dem Rennen. Der Sieg in Dessau ging an Soufiane Bouqantar (Marokko/7:46,37 Minuten).

Fast wäre Richard Ringer im Spurt noch an den Marokkaner herangekommen, doch der Abstand war etwas zu groß. „Das geht auf mein Konto“, meinte Trainer Eckhardt Sperlich . „Ich habe Richard geraten, das Rennen konservativ zu beginnen und nur auf den Lauffluss zu achten. Deshalb fehlte am Ende ein Schritt zum Sieg. Den letzten Kilometer ist er in 2:31 Minuten gelaufen, was für das angeschlagene Tempo eine sehr gute Leistung darstellt.“

Auf ein weiteres Ergebnis durfte Sperlich stolz sein: Sein Sohn Martin erreichte über 1500 Meter ausgezeichnete 3:38,71 Minuten. Als Zweiter hinter dem Stockacher Timo Benitz (3:38,58) blieb er lediglich neun Zehntel Sekunden über seiner Bestzeit. Zur EM-Norm für Amsterdam fehlten winzige 21 Hundertstel. „Wir sind auf dem richtigen Weg. So dicht hinter Benitz war Martin noch nie. Die EM-Norm ist weiterhin machbar und sogar nach Olympia ist der Zug noch nicht abgefahren. Die Norm über 5000 Meter wurde auf 13:25 zurück genommen und Martin ist 2015 13:29 gelaufen.

Ein weiterer guter Bekannter kann ebenfalls schon für Rio planen. Gregor Traber aus Meckenbeuren, der seit 2015 für den VfB Stuttgart startet, hat bei der Kurpfalz Gala in Weinheim über die 110 Meter Hürden in 13,39 Sekunden die Olympia-Norm (13,47) klar unterboten. Dies war ihm bereits im Vorlauf (13,46) zum zweiten Mal gelungen. Wichtig auch der knappe Sieg über seinen Leipziger Konkurrenten Alexander John (13,41).